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20.05.2018

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Aktuelle Artikel
  • 17.05.2018 20:00

    Berühmte Investoren Teil 1: Benjamin Graham

    In den vergangenen Tagen habe ich von einigen Schlussgong-Lesern Post bekommen. Der Inhalt: Was macht die Faszination von Berkshire Hathaway aus? Warum sind die Berkshire-Chefs Warren Buffett und Charlie Munger Börsen-Legenden?

    Meine Antwort: Warum sollte man das Rad neu erfinden? Wenn es Börsen-Investoren gibt, die über Jahrzehnte den Markt deutlich schlagen, hat das nichts mehr mit Glück zu tun. Dann gibt es eine Art System, das man zumindest in Grundzügen für die eigene Aktienanlage übernehmen kann.

    Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat Buffett den amerikanischen Leitindex S&P500 in den vergangenen 53 Jahren um rund 100% geschlagen (aufgerundet 20% Jahresrendite Berkshire versus 10% Rendite S&P500). Buffett hat also in seinem Börsenleben sehr viel richtig gemacht. Von Buffett, Munger und Co. kann man daher aus meiner Sicht sehr viel lernen. Darum schreibe ich hier im Schlussgong so gerne und so oft über erfolgreiche Investoren. Mein Motto lautet: Von den Besten lernen!

    Heute und in den kommenden Tagen stelle ich Ihnen daher hier im Schlussgong einige der berühmtesten Investoren aller Zeiten vor. Den Anfang mache ich heute mit Benjamin Graham, der als „Vater“ des Value-Investing gilt.

    Graham wurde im Jahr 1894 in London als Benjamin Grossbaum geboren. Als er 1 Jahr alt war, siedelte seine Familie nach New York über. Im Alter von 17 Jahren begann Graham am renommierten Columbia College zu studieren.

    Graham absolvierte sein Studium innerhalb von nur zweieinhalb Jahren (normale Studiendauer: 4 Jahre) und schloss es noch dazu als Zweitbester seines Jahrgangs ab. Graham erhielt anschließend Angebote der Philosophischen, Mathematischen und Anglizistischen Institute, um dort eine akademische Karriere zu beginnen.

    Grahams Anfänge an der Wall Street

    Der Dekan des Colleges empfahl dem 20-Jährigen jedoch eine Karriere an der Wall Street. 1914 trat Graham schließlich eine Stelle bei der Brokerfirma Newburger, Henderson & Loeb an, obwohl er zuvor nie einen wirtschaftswissenschaftlichen Kurs besucht hatte.

    Zunächst war Graham Laufbursche, machte dann aber schnell Karriere in der Rentenabteilung der Firma. Er erkannte, dass er zwar kein guter Anleihenverkäufer war, wohl aber ein guter „Statistiker“.

    Im Jahr 1915 gelang ihm der erste große Coup beim Value-Investing. Graham hatte festgestellt, dass die sich in Auflösung befindliche Guggenheim Exploration Company deutlich geringer bewertet wurde, als die einzeln gehandelten Unternehmensteile.

    Dadurch war es möglich, einen sogenannten Arbitrageprofit zu erzielen. Dieser Erfolg bestätigte Graham, weitere unterbewertete Aktien zu kaufen. Seine Firma nahm Graham daraufhin im Jahr 1920 – Graham war zu dieser Zeit gerade einmal 26 Jahre alt – zum Partner. Sein damaliges Einkommen wird heute umgerechnet auf rund eine halbe Mio. US-Dollar geschätzt.

    Die Graham Newman Corporation

    Im Jahr 1923 gründet Graham schließlich eine eigene Vermögensverwaltung. 1926 erfolgt dann ein Neustart gemeinsam mit Jerome Newman. Zwei Jahre später folgte Graham einem Ruf der Columbia Universität.

    Zu seinen Schülern zählten zahlreiche spätere Börsenlegenden wie Warren Buffett, Walter Schloss oder Irving Kahn. Der mit Abstand berühmteste Schüler von Graham war jedoch Warren Buffett, der als erfolgreichster Investor aller Zeiten gilt und derzeit der viertreichste Mensch der Welt ist.

    Die Leitsätze des Benjamin Graham

    Nach Grahams Überzeugung ist es die Aufgabe eines Investors, den wahren, objektiven Wert eines Wertpapiers zu ermitteln und wesentlich weniger dafür zu bezahlen. Aus dieser einfachen Feststellung lassen sich mehrere Grundregeln ableiten:

    • Investieren Sie nur, wenn ausreichend Informationen zu einer realistischen Beurteilung des inneren Wertes zur Verfügung stehen.
    • Investieren Sie nur, wenn eine Sicherheitsmarge gegeben ist.
    • Investieren Sie nur, wenn Sie so lange warten können, bis der Markt den inneren Wert anerkennt.

    Meine 3 Lieblings-Zitate von Benjamin Graham

    1. „Menschen, die ihre Emotionen nicht kontrollieren können, sind von Gewinnen an der Börse ausgeschlossen.“
    2. „Geduld ist die oberste Tugend des Investors.“
    3. „Wenn man billig einkauft, muss man Geduld mitbringen und abwarten, bis der Markt einem zustimmt.“
  • 16.05.2018 20:17

    Warren Buffett kauft fleißig Apple-Aktien

    In den vergangenen beiden Wochen habe ich hier im „Schlussgong“ anlässlich meiner USA-Reise, auf der ich unter anderem die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway besucht habe, ausführlich über Warren Buffett berichtet.

    Für diejenigen, die es nicht wissen: Berkshire Hathaway ist die Beteiligungs-Holding des erfolgreichsten Investors aller Zeiten, Warren Buffett. In meiner Serie zu Buffett und Berkshire habe ich unter anderem auch über die zuletzt 5 größten Positionen im Buffett-Portfolio berichtet.

    Ganz aktuell wurden nun neue Daten veröffentlicht über die Transaktionen, die Buffett zuletzt durchgeführt hat. Diese Daten möchte ich nun für Sie zusammenfassen.

    Was Buffett zuletzt gekauft hat

    Buffett hat zuletzt vor allem im großen Stil bei Apple zugeschlagen. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr größere Apple-Aktienpakete gekauft hatte, legte er zuletzt noch einmal deutlich nach.

    Der Großteil der insgesamt 14,8 Mrd. US-Dollar, die Buffett im 1. Quartal dieses Jahres investiert hat, floss in Apple-Aktien. Insgesamt besitzt Buffett über seine Beteiligungs-Holding Berkshire nun 240 Mio. Apple-Aktien mit einem Wert von mehr als 40 Mrd. US-Dollar. Er ist damit zweitgrößter Anteilseigner bei dem iPhone-Hersteller Apple.

    Neben dem Kauf von Apple-Aktien hat Buffett in den ersten 3 Monaten dieses Jahres seinen Anteil an dem Düngemittel-Konzern Monsanto (wird gerade von Bayer übernommen) ausgebaut. Darüber hinaus stand er bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta und bei der Bank of New York auf der Käuferseite.

    Spektakulär war auch die Meldung, dass Buffett seinen Anteil an dem israelischen Pharmakonzern Teva, dem unter anderem der hierzulande bekannte Generikahersteller Ratiopharm gehört, verdoppelt hat. Er teilte mit, aktuell 40,5 Mio. Hinterlegungsscheine (sogenannte ADRs) von Teva im Wert von 693 Mio. US-Dollar zu halten.

    Teva ist aus meiner Sicht ein typisches Buffett-Investment. Nachdem die Aktie zuvor über Monate deutlich unter Druck stand und stark zurückgekommen war, griff Buffett schließlich zu. Denn die Teva-Aktie war aus seiner Sicht zu stark unter Druck geraten. Buffett liebt es zu kaufen, wenn eine Aktie aus seiner Sicht zu stark abgestraft wurde.

    Verkauft wurde unter anderem ein Verlagshaus

    Verkauft hat Buffett dagegen beispielsweise den Anteil an dem Verlagshaus Graham Holdings, zu dem früher die Washington Post gehörte. Er war dort in den Siebzigerjahren eingestiegen und jahrelang mit der 2001 verstorbenen Herausgeberin Katharine Graham befreundet. 2013 wurde die Zeitung übrigens an den Amazon-Gründer Jeff Bazos verkauft.

    Wenn Sie mehr über Warren Buffett, Berkshire Hathaway und vor allem auch über die jetzt größte Buffett-Beteiligung Apple erfahren wollen, sollten Sie meinen Börsendienst „Depot-Optimierer“ testen.

    Im heute druckfrisch veröffentlichten Monatsbericht gehe ich ausführlich auf meine Eindrücke der USA-Reise und der Berkshire-Hauptversammung ein und Sie finden dort auch eine brandaktuelle Analyse zu Apple.

  • 15.05.2018 20:04

    Zuckerberg: Die dunklen Seiten des Multi-Milliardärs

    Blicken wir heute im Schlussgong auf ein US-Unternehmen, das zuletzt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hat: Das führende soziale Netzwerk Facebook ist zuletzt wegen Fake News, Hasskommentaren und möglicher Beihilfe zur Wahlmanipulation massiv kritisiert worden. Dennoch entwickelt sich die Facebook-Aktie nach einem kurzen Rücksetzer schon wieder prächtig.

    Daher entwickelt sich auch das Vermögen des am gestrigen Tag 34 Jahre alt gewordenen Facebook-Gründers Mark Zuckerberg (die Nr. 5 der reichsten Menschen der Welt) prächtig. 2017 habe ich hier im Schlussgong bereits einige interessante Multi-Milliardäre für Sie analysiert. Seither ist das Vermögen von Mark Zuckerberg von 56 auf satte 71 Mrd. US-Dollar gestiegen.

    Zum Hintergrund: Das Forbes-Magazin veröffentlichte im März eine Liste mit den reichsten Menschen der Welt. Sie werden erstaunt sein, wie die Spitzenreiter ihr Vermögen verdient haben.

    Die Geschichte des Facebook-Gründers

    Mark Elliot Zuckerberg wurde am 14. Mai 1984 in New York geboren. Der US-amerikanische Unternehmer ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Facebook Inc.

    Zuckerberg hat deutsche, österreichische und polnische Vorfahren. Er ist in einem jüdischen Elternhaus aufgewachsen, bezeichnet sich selbst jedoch als Atheist. Er studierte an der Harvard Universität Informatik und Psychologie. 2004 gründete er mit drei Harvard-Kommilitonen Facebook und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf.

    Seit 2009 galt er als der jüngste lebende Milliardär. Jedoch ist sein Kompagnon Dustin Moskovitz seit September 2010 auch Milliardär. Dieser ist acht Tage jünger und ist somit nun Rekordhalter (25 Jahre).

    Im Mai 2012 heiratete er seine Freundin Pricilla Chan, mit der er seit mittlerweile 15 Jahren eine Beziehung führt. Außerdem ist er Vater von zwei Töchtern.

    Unterschied zwischen Worten und Taten

    In der Öffentlichkeit fordert Mark Zuckerberg Offenheit und Transparenz, denn ,“die Wahrheit muss sich nicht verbergen“. Der Multi-Milliardär prahlt medienwirksam, dass er 99% seiner Facebook-Anteile für wohltätige Zwecke spenden will. Jedoch deuten seine privaten Geschäfte in eine andere Richtung.

    2014 kaufte sich Zuckerberg ein 300 Hektar großes Grundstück auf Pila´a Beach in Hawaii. Im Gegensatz zu seiner angekündigten ,“Offenheit und Transparenz“ ließ er meterhohe Mauern bauen. Nun schottet er sich in seinem monströsen Bauwerk ab. Einheimische beschwerten sich bereits, worauf Zuckerberg mit seinen Anwälten drohte.

    Aktuelle Image-Krise

    Aktuell prüft die Staatsanwaltschaft München ein Strafverfahren gegen Mark Zuckerberg. Der Grund: Passives Dulden von Drohungen bezüglich Mord- und Gewaltverbrechen sowie Volksverhetzung im sozialen Netzwerk Facebook.

    Doch nicht nur in Deutschland kriselt es bei Zuckerberg. Seitdem eine Datenweitergabe an eine dubiose Firma aus Cambridge (England) bekannt wurde, protestieren Bürger gegen den IT-Konzern.

    Die Firma Cambridge Analytics soll persönliche Daten von über 50 Mio. Facebook-Nutzern widerrechtlich ausgewertet haben. Bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl hatte das Team um Donald Trump die Dienste des Unternehmens in Anspruch genommen und personenbezogene Informationen erhalten.

    In Deutschland tritt übrigens Ende Mai eine neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Dadurch soll der Schutz personenbezogener Daten innerhalb Europas sichergestellt werden.

    Die Facebook-Aktie wurde durch den Daten-Skandal nur kurzfristig belastet und notiert derzeit schon wieder hauchdünn unter ihrem Allzeithoch. Das zeigt, wie schnelllebig es an der Börse mitunter zugeht.

  • 15.05.2018 09:00

    Quellensteuer: Wie Sie Geld aus Italien zurückholen

    In diesem Beitrag möchten wir auf die italienische Quellensteuer eingehen. Aber eins vorweg: Haben Sie Geduld mit den Italienern.

    Die Erstattung der italienischen Quellensteuer kann durchaus mehrere Jahre dauern.

    Zunächst behält der italienische Fiskus 26% Quellensteuer z. B. von der Dividende eines italienischen Unternehmens ein. Hiervon werden aber von Ihrer inländischen Depotbank nur 15% angerechnet. Die restlichen 11% können Sie nachträglich vom italienischen Fiskus zurückfordern.

    Die entsprechenden Vordrucke finden Sie unter der Webadresse

    http://www1.agenziaentrate.gov.it/english/business/pdf/FORM_A. pdf

    Diesen Antrag können Sie ausgefüllt an den italienischen Fiskus schicken. Beachten Sie dabei, dass Sie vier Jahre dafür Zeit haben, diesen Antrag einzureichen.

    Die anschließende Erstattung kann aber durchaus mindestens dieselbe Zeit in Anspruch nehmen. Nehmen Sie es mit der südländischen Gelassenheit.

    Allgemein: Rückerstattung ausländischer Quellensteuer

    Um eine zu hohe Belastung zu vermeiden, hat Deutschland mit mehr als 80 Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen.

    Hierin steht auch geschrieben, mit wie viel Prozent die Auslandsabgabe auf die Abgeltungsteuer angerechnet werden kann. In den meisten Fällen sind es 15 Prozent.

    Doch einige Staaten behalten mehr Quellensteuer ein, als in Deutschland angerechnet wird.

    Als Anleger können Sie einen Antrag stellen und damit den nicht angerechneten Steueranteil direkt vom Quellensteuerstaat zurückfordern. Das Bundeszentralamt für Steuern stellt online eine umfangreiche Liste bereit (www.bzst.de Stichwort „Steuern International“ und „Ausländische Quellensteuer“).

    Ebenfalls auf dieser Internetseite finden Sie Erstattungsanträge und die Adressen der ausländischen Finanzbehörden. Beachten Sie aber, dass es Fristen gibt, die eingehalten werden müssen.

    In vielen Fällen haben Sie bis zu 2 Jahre Zeit, sich die Steuer zurückzuholen.

    Wer sich nicht selbst darum kümmern möchte, kann auch die Hilfe der Depotbank in Anspruch nehmen.

    Für eine Gebühr von etwa 30 bis 40 Euro je Dividendentitel helfen viele Banken bei der Rückerstattung von ausländischen Quellensteuern. Aber auch Ihr Steuerberater kann Ihnen behilflich sein.

  • 14.05.2018 20:33

    Branchenbericht: Deutscher Werkzeugmaschinenbau boomt

    Der deutsche Leitindex DAX kämpft noch mit der 13.000-Punkte-Marke. Politische Unsicherheiten (in diesem Fall die Regierungsbildung in Italien) bremsen noch die Investitionsfreude der Anleger. Wenn Sie jedoch einen Blick auf die einzelnen Branchen werfen, erkennen Sie schnell, dass das Fundament für höhere Kurse bereits gelegt wurde.

    Dass es im deutschen Maschinen- und Anlagenbau auch im laufenden Jahr wieder sehr gut läuft, wissen Sie als Leser meines E-Mail-Newsletters „Morriens Schlussgong“ längst. Denn darüber habe ich in diesem Jahr bereits mehrfach berichtet.

    Heute möchte ich mich einem Unterbereich des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus widmen – nämlich dem Werkzeugmaschinenbau. Auch hier läuft es augenblicklich sehr gut.

    Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Hersteller von Maschinen zur Metallverarbeitung, zu denen zum Beispiel die börsennotierten Unternehmen DMG Mori und Hermle gehören, nach einem äußerst schwungvollen 1. Quartal 2018 ihre Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt haben.

    Die Branche, die traditionell stark von der Autoindustrie abhängt, hat ihre Produktionsprognose nach einem sehr starken 1. Quartal von 5 auf 7% angehoben. Damit sind die Produktionstechnikhersteller noch optimistischer als die Maschinenbaubranche allgemein.

    Die allgemeine Maschinenbaubranche hatte ihre Produktionsprognose für das laufende Jahr zuvor bereits von 3 auf 5% angehoben.

    Werkzeugmaschinenbau an der Börse stark unterrepräsentiert

    Nun die schlechte Nachricht für Sie als Anleger: Der deutsche Werkzeugmaschinenbau, der derzeit besonders boomt, ist an der Börse stark unterrepräsentiert. Das bedeutet: Für Sie gibt es nicht viele Möglichkeiten, in diesem Bereich zu investieren. Einige Möglichkeiten habe ich Ihnen mit Hermle und DMG Mori bereits genannt.

    Obwohl der Werkzeugmaschinenbau in der deutschen Börsenlandschaft kaum vertreten ist, ist er alles andere als klein oder gar unwichtig. Insgesamt arbeiten in diesem Bereich hierzulande 72.000 Menschen und die Branche erwirtschaftet einen Umsatz von rund 16 Mrd. Euro. Man kann in diesem Zusammenhang also durchaus vom Filetstück des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sprechen.

    Starkes 1. Quartal 2018

    Im 1. Quartal des laufenden Jahres stieg der Auftragseingang in der Branche um 22% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Dies teilte der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) vor wenigen Tagen mit.

    Besonders hoch war die Nachfrage aus dem Inland. Hier legten die Orders um 39% zu. Im Ausland legte die Nachfrage um 15% zu. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, kommentiert die Zahlen wie folgt: „Unsere Branche ist 2018 weiterhin sehr dynamisch unterwegs. Damit setzt sich die herausragende Entwicklung des vergangenen Jahres fort.“

    Mein persönlicher Favorit aus der Branche ist Hermle. Das Unternehmen glänzt mit einer starken Bilanz und üppigen Dividenden. Der schwäbische Werkzeugmaschinenbauer, der voraussichtlich morgen seine Zahlen für das 1. Quartal dieses Jahres vorlegt, ist allerdings nicht mehr ganz günstig bewertet.

    Aber trotz etwas anspruchsvollerer Bewertung und einer tollen Kursrally in den vergangenen Jahren bleibt Hermle für mich ein Basis-Investment für konservative Nebenwerte-Fans und Dividenden-Jäger. Weitere Informationen zu Hermle finden Sie in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“.

  • 09.05.2018 20:00

    Warren Buffett: 12 einfache Regeln für Ihren Börsenerfolg – Teil 2

    Nachdem ich Ihnen gestern an dieser Stelle Buffetts Börsen-Erfolgsregeln 1 bis 6 vorgestellt habe, folgen heute im Schlussgong die Regeln 7 bis12.

    7.) „Ich versuche Aktien von Firmen zu kaufen die ein idiotensicheres Geschäft betreiben. Denn früher oder später wird jedes Unternehmen mal von einem Idioten geführt werden.“

    Kaufen Sie bevorzugt Aktien von Unternehmen mit einem möglichst einfachen Geschäftsmodell. Ein solches Unternehmen übersteht auch einen schwachen Vorstands-Boss.

    8.) „Wenn Du nicht bereit bist, eine Aktie für zehn Jahre zu halten, solltest Du auch nicht darüber nachdenken, sie für zehn Minuten zu besitzen.“

    Sie müssen eine Aktie nicht unbedingt 10 Jahre halten. Sie sollten sich zum Zeitpunkt des Kaufs lediglich vorstellen können, diese Aktie 10 Jahre zu halten, weil das Geschäftsmodell so gut ist, dass es auch noch in einem Jahrzehnt funktioniert. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, weil es sich nur um einen kurzlebigen Modetrend handelt, ist es auch nicht ratsam, die Aktie 10 Minuten zu halten.

    9.) „Erfolgreiches Investieren benötigt Zeit, Disziplin und Geduld. Unabhängig davon, wie groß Dein Talent oder Deine Anstrengungen sind, einige Dinge brauchen einfach Zeit: Man kann kein Kind in einem Monat bekommen, indem man 9 Frauen schwängert.“

    Zeit, Disziplin und Geduld sind einige der wesentlichen Erfolgsfaktoren von Warren Buffett. Was er mit diesem Zitat sagen will ist, dass aus seiner Sicht Erfolg an der Börse vor allem von diesen 3 Faktoren abhängig ist und sich kurzfristige Erfolge an der Börse nicht erzwingen lassen.

    Wer über die richtige Strategie verfügt und gleichzeitig Zeit, Geduld und Disziplin mitbringt, wird langfristig an der Börse Erfolge feiern. Elementar wichtig für diesen Erfolg ist jedoch, diszipliniert an der Strategie festzuhalten – auch wenn diese zeitweise aufgrund von kurzfristigen Schwankungen zu vorübergehenden (Buch-)Verlusten führen sollte.

    10.) „Was ein Investor wirklich braucht, ist das Können, ausgewählte Unternehmen korrekt zu evaluieren. Man bemerke dabei das Wort ,ausgewählt‘: Man muss kein Experte für alle Unternehmen sein und noch nicht einmal für viele. Man muss lediglich in der Lage sein, jene Unternehmen innerhalb des eigenen Kompetenzbereichs zu evaluieren. Dieser Bereich muss noch nicht einmal groß sein. Seine Grenzen zu kennen, ist jedoch überlebenswichtig.”

    Was Buffett damit sagen will, ist: Sie sollten nur das kaufen, was Sie auch verstehen! Er streicht weiterhin heraus, dass es das Wichtigste ist, die Unternehmen richtig zu evaluieren (zu bewerten) und Investitionen in jene Unternehmen zu vermeiden, die Sie nicht verstehen und dementsprechend auch nicht vernünftig bewerten können.

    11.) „Ich versuche nicht, zwei Meter hoch zu springen. Ich schaue mich nach Hindernissen um, die 30 Zentimeter hoch sind, und die ich einfach überschreiten kann.“

    Buffett sucht nicht immer nach der vermeintlich größten Chance und dem größten Gewinnpotenzial, sondern nach dem besten Chance-/Risiko-Verhältnis. Wenn er zehn Mal sicher über die 30-Zentimeter-Hürde springt, ist er in Summe höher gesprungen, als wenn er in einem von zehn Versuchen die 2-Meter-Hürde überspringt.

    12.) „Mann muss nicht viele Dinge im Leben richtig machen, so lange man nicht zu viele Fehler macht.“

    Ein Fehler beim Investieren ist Buffetts Meinung nach beispielsweise, sich auf Aktien zu stürzen, über die ohnehin jeder redet. Buffett macht es lieber wie Eishockey-Legende Wayne Gretzky und geht dorthin, wo der Puck hinkommt und nicht dorthin, wo der Puck jetzt gerade ist.

    Fazit: Mit seiner Börsenstrategie hat Warren Buffett die Märkte über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren deutlich geschlagen (durchschnittlich knapp 20% Gewinn pro Jahr!). Daher lohnt es sich für jeden Aktionär (oder Börsenneueinsteiger), über diese einfachen Regeln etwas genauer nachzudenken. Dazu möchte ich Sie mit dieser Schlussgong-Serie ermuntern.

  • 08.05.2018 20:00

    Warren Buffett: 12 einfache Regeln für Ihren Börsenerfolg – Teil 1

    Bereits seit Tagen berichte ich Ihnen hier im Schlussgong über das Börsengenie Warren Buffett und seine Beteiligungs-Holding Berkshire Hathaway. Zur Erinnerung: In den vergangenen gut 50 Jahren steigerte Buffett den Wert seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway um durchschnittlich fast 20% pro Jahr!

    Heute und morgen möchte ich Ihnen als Abschluss dieser kleinen Schlussgong-Serie 12 einfache Regeln von Warren Buffett mit auf den Weg geben, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihren persönlichen Börsenerfolg zu verbessern.

    1.) „Gelegenheiten kommen unregelmäßig. Wenn es gerade Gold regnet, stell einen Eimer vor die Tür und keinen Fingerhut.“

    Die Schwierigkeit besteht nicht darin, zwischen Eimer und Fingerhut zu wählen, wenn es Gold regnet, sondern zu erkennen, wann es Gold regnet – und das ist immer dann der Fall, wenn Aktien zu unrecht abgestraft werden. Hat man das erkannt, sollte man im großen Stil Aktien kaufen.

    2.) „Die meisten Leute interessieren sich für Aktien, wenn alle anderen es tun. Die beste Zeit ist aber, wenn sich niemand für Aktien interessiert.“

    Damit ist gemeint, dass Sie nicht dann Aktien kaufen sollten, wenn alle es tun und Aktienkurse von Allzeithoch zu Allzeithoch marschieren, sondern dann, wenn die meisten anderen es nicht tun und die Kurse stark fallen.

    3.) „Vor langer Zeit hat mich Ben Graham gelehrt: ´Preis ist, was zu zahlst und Wert ist, was du kriegst.´ Ob wir über Socken reden oder Aktien, ich bevorzuge es, Qualitätsware zu kaufen, wenn die Preise günstig sind.“

    Immer wieder herrscht an den Börsen in vielen Bereichen eine Art Sippenhaft. Gute Aktien verlieren dann oft genau so viel an Wert wie weniger gute Aktien. Wenn Sie die guten Aktien, die zu viel verloren haben, erkennen und in diese investieren, legen Sie damit den Grundstein für Ihren zukünftigen Erfolg.

    Der Preis (aktueller Aktienkurs) kann täglich wild schwanken, der Wert eines guten Unternehmens ist davon unabhängig. Ist die Differenz zwischen Preis und Wert groß, lohnt sich der Kauf der werthaltigen Aktien.

    4.) „Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt und der dümmste Grund eine Aktie zu verkaufen ist, weil sie fällt.“

    Damit drückt Buffett aus, dass Sie nicht kopflos Aktien kaufen oder verkaufen sollten, nur weil die Anlegermasse in die eine oder andere Richtung rennt. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und orientieren Sie sich bei Ihren Entscheidungen am Unternehmenswert.

    Notiert der Aktienkurs über dem Unternehmenswert, sollten Sie verkaufen. Notiert die Aktie unter dem Wert, dann sollten Sie kaufen oder an bestehenden Positionen festhalten.

    5.) „Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.“

    Kurzfristige Schwankungen gehören an der Börse dazu. Wenn Sie nicht in der Lage sind, es zu akzeptieren, dass Sie mit Aktien vorübergehend deutlich im Minus liegen können, sollten Sie sich von der Börse fernhalten.

    6.) „ Erfolg hat viel mit Inaktivität zu tun. Die meisten Anleger können der Versuchung nicht widerstehen, ständig zu kaufen und zu verkaufen.“

    Für Buffett war und ist Passivität der Schlüssel zum Erfolg. Wenn er sich für ein Unternehmen entschieden hat, gibt er diesem viel Zeit. Ständige Umschichtungen kosten nicht nur Geld, sondern verhindern auch den langfristigen Erfolg an der Börse.

  • 08.05.2018 09:20

    Das sind die 5 derzeit wichtigsten Buffett-Aktien

    Nachdem ich Ihnen hier im Schlussgong in der vergangenen Woche Warren Buffett und seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway vorgestellt habe und Ihnen zudem noch über die sehr spezielle Hauptversammlung von Berkshire sowie den Investment-Ansatz von Buffett berichtet habe, möchte ich Ihnen heute die aktuell 5 wichtigsten Buffett-Aktien vorstellen.

    Das bedeutet konkret, dass ich Ihnen jetzt die 5 größten Aktienpositionen in Buffetts Portfolio zum Ende des Geschäftsjahres 2017 vorstellen werde. Vorab möchte ich Ihnen schon verraten, dass es sich bei allen 5 Unternehmen um US-Unternehmen handelt und dass Sie sehr wahrscheinlich mindestens 3 bis 4 der 5 Unternehmen kennen werden.

    Die größte Position ist Apple

    Ich bin sicher: Das Unternehmen Apple kennen Sie beinahe alle. Bei dem Hersteller von iPhone, iPad und Co. ist Buffett noch gar nicht so lange investiert. Generell mied er sogar Technologie-Aktien bis vor einigen Jahren.

    Dennoch ist die Apple-Position heute mit einem Volumen von knapp 28 Mrd. US-Dollar die größte in Buffetts Portfolio. Insgesamt verfügte Buffett per Ende 2017 über eine Anzahl von gut 165 Mio. Apple-Aktien, die in seinem Aktien-Portfolio einen Anteil von rund 14,6% ausmachten.

    Die zweitgrößte Buffett-Position ist Wells Fargo

    Die zweitgrößte Position in Buffetts Portfolio dürfte zugleich auch die sein, die hierzulande am unbekanntesten ist. Es handelt sich dabei um die US-Bank Wells Fargo. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hatte die Position Wells Fargo in Buffetts Portfolio einen Wert von gut 27,8 Mrd. US-Dollar und machte rund 14,5% seines Portfolios aus.

    Die Nummer 3 ist Kraft Heinz

    Kraft Heinz ist ein weltweit tätiger US-amerikanischer Lebensmittelkonzern. Das Unternehmen entstand im Juli 2015 aus der Fusion von Kraft und Heinz. An dieser Fusion war Buffett maßgeblich beteiligt.

    Die Position Kraft Heinz machte Ende 2017 gut 13,2% von Buffetts Portfolio aus und hatte zu diesem Zeitpunkt einen Wert von rund 25,3 Mrd. US-Dollar.

    Die viertgrößte Berkshire-Position ist Bank of America

    Auf Platz 4 folgt wieder eine Bank: Die Bank of America. Diese Position hat ein Gewicht von knapp 10.5% in Buffetts Portfolio und kam Ende des vergangenen Jahres auf einen Wert von gut 20 Mrd. US-Dollar.

    Die Nummer 5: Coca Cola

    Die fünftgrößte Position in Buffetts Portfolio ist der weltweit führende Getränkekonzern Coca Cola, der seinen Sitz im US-amerikanischen Atlanta hat. Coca Cola ist nicht nur ein weltweit führender Getränkeriese, sondern auch seit Jahren eine der bekanntesten und wertvollsten Marken der Welt.

    Buffett hält exakt 400 Mio. Aktien von Coca Cola, die Ende 2017 einen Wert von knapp 18,4 Mrd. US-Dollar hatten und rund 9,6% von Buffetts Aktien-Portfolio ausmachten. Weiterhin wissenswert ist, dass Buffett bei Coca Cola schon seit einigen Jahrzehnten investiert ist und dass diese Beteiligung bislang eine der erfolgreichsten in der Geschichte von Buffetts Beteiligungs-Holding Berkshire Hathaway ist (u.a. weil Coca Cola seit Jahrzehnten regelmäßig die Dividende erhöht und somit jedes Jahr riesige Cash-Mengen in die Kasse von Berkshire Hathaway spült).

  • 03.05.2018 20:00

    Wie und warum die Value-Strategie Sie reich macht

    Heute ist mein erster Tag in den USA. Am Samstag besuche ich, wie bereits hier angekündigt, die Berkshire-Hauptversammlung mit Warren Buffett und Charlie Munger.

    Gestern habe ich Ihnen im Schlussgong viel über die Person Warren Buffett und dessen Erfolge an der Börse berichtet (mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway schaffte Buffett eine Wertsteigerung von fast 20% pro Jahr!). Heute möchte ich Ihnen über die Strategie berichten, die die Grundlage für Buffetts Erfolg war und ist.

    Großen Anteil daran, dass Buffett als Anleger so erfolgreich ist, hat die sogenannte Value-Strategie , die ich Ihnen heute ausführlich vorstellen möchte. Doch bevor ich Ihnen diese Strategie vorstelle, möchte ich Ihnen kurz über die Geschichte der Value-Strategie berichten.

    Value-Strategie: Wie alles anfing

    Kommen wir jetzt zur Geschichte der Value-Strategie: Die Geschichte dieser Strategie beginnt in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Amerikaner Benjamin Graham und David L. Dodd lehrten zu dieser Zeit an der Columbia University und gelten als die „Erfinder“ dieser Strategie.

    Benjamin Grahams Buch „The Intelligent Investor“ ist der Klassiker zum Thema Value-Investing. Graham gilt als der Architekt und zugleich wichtigster Vertreter dieser Anlagephilosophie. „The Intelligent Investor“ erschien erstmals im Jahr 1949 und ist auch in deutscher Sprache unter dem Titel „Intelligent Investieren“ erhältlich.

    Ein weiterer von Graham – in Zusammenarbeit mit David L. Dodd – verfasster Klassiker des Value-Investing ist das bereits im Jahr 1934 erstmals veröffentlichte Buch „Security Analysis“.

    Dieses geht noch etwas mehr in die Tiefe als „The Intelligent Investor“ und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Bilanzen (Vermögen und Verbindlichkeiten) von Unternehmen. Dieses Werk ist in deutscher Sprache unter dem Titel „Das Geheimnis der Wertpapieranalyse“ erhältlich.

    Richtig bekannt wurde die Value-Strategie aber erst einige Jahrzehnte später. Einer der hauptverantwortlichen für die Steigerung des Bekanntheitsgrades ist Warren Buffett, der ein Student und später Mitarbeiter von Benjamin Graham war und als erfolgreichster Börsen-Investor aller Zeiten gilt.

    Der Unterschied zwischen Preis und Wert

    Value-Investoren verlassen sich nur auf die Fundamentalanalyse der finanziellen Daten eines Unternehmens und laufen nicht den kurzfristigen Modetrends der Börse hinterher. Value-Investoren versuchen, Aktien zu finden, deren Kurse unter dem fairen Wert der Aktie liegen.

    Wenn nach Ansicht von Value-Investoren Aktienkurse unter dem fairen Wert der Aktie liegen, ist damit Folgendes gemeint: Der aktuelle Kurs liegt unter dem Wert der künftigen Cashflows eines Unternehmens.

    Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass die erwarteten künftigen Cash-Zuflüsse des Unternehmens einen höheren Aktienkurs rechtfertigen. Die Unterscheidung zwischen dem Kurs und dem Wert einer Aktie ist ein entscheidendes Abgrenzungsmerkmal gegenüber so gut wie allen anderen Anlagestrategien an der Börse.

    Denn die Anhänger der anderen Anlagestrategien gehen davon aus, dass der Kurs einer Aktie identisch mit dem Wert der entsprechenden Aktie ist. Warren Buffett sagt dazu: „Price is what you pay. Value is what you get“. Das bedeutet: Der Preis ist, was du bezahlst und der Wert ist, was du bekommst.

    Der aktuelle Aktienkurs kann also über oder unter dem fairen Wert liegen. Value-Investoren kaufen eine Aktie dann, wenn der aktuelle Kurs deutlich unter dem berechneten Wert liegt. So (scheinbar) einfach funktioniert die erfolgreiche Value-Strategie.

  • 02.05.2018 19:44

    Was Sie unbedingt über Warren Buffett wissen sollten

    Am Samstag dieser Woche findet in Omaha, im US-amerikanischen Bundesstaat Nebraska, die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway statt. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Hauptversammlung. Denn: Berkshire Hathaway ist nicht irgendein Unternehmen.

    Berkshire ist die Beteiligungs-Holding der US-amerikanischen Börsenlegende Warren Buffett. Ich besuche diese Hauptversammlung schon seit vielen Jahren und werde es auch dieses Jahr wieder tun.

    Anlässlich meines Besuchs der Berkshire-Hauptversammlung möchte ich mich in den kommenden Tagen hier im Schlussgong ganz den Themen Buffett und Berkshire sowie dem Value-Investing, der Strategie, die Buffett zu einem der reichsten Menschen dieses Planeten machte, widmen. Beginnen werde ich heute mit einem kurzen Portrait über Warren Buffett.

    Die Anfänge von Warren Buffett

    Buffett wurde am 30. August 1930 als zweites Kind des Brokers und späteren Kongressabgeordneten Howard Buffett und dessen Frau Leila in Omaha geboren. Sein erstes Geld verdiente Buffett im Sommer 1936, indem er Coca-Cola-Sixpacks für 25 Cent kaufte und die Einzelflaschen für jeweils 5 Cent wieder verkaufte.

    Später verdiente er Geld als Zeitungsbote, mit der Vermietung von Flipperautomaten und dem Verkauf gebrauchter Golfbälle. Seine ersten Erfahrungen mit Geldanlagen und dem Aktienhandel machte er im Unternehmen seines Vaters. Dort erwarb er im Alter von 11 Jahren seine ersten 3 Aktien.

    Später studierte er Wirtschaft und traf im Rahmen seines Studiums auf seinen späteren Lehrmeister Benjamin Graham, der als einer der Väter des Value-Investing gilt. Nach Beendigung seines Studiums arbeitete Buffett eine Zeit lang als Wertpapieranalyst bei Graham-Newman, einem Brokerunternehmen, das sein ehemaliger Professor Benjamin Graham mitbegründet hatte.

    Im Jahr 1956 gründete Buffett sein erstes eigenes Unternehmen, die Kommanditgesellschaft Buffett Partnership. Er zahlte symbolisch 100 US-Dollar ein und sammelte zusätzlich 105.000 US-Dollar bei Verwandten ein. In der Folge erzielte Buffett Jahr für Jahr beachtliche Renditen von über 20% pro Jahr und mehrte so das in sein Unternehmen eingezahlte Kapital.

    Buffett machte viele Menschen zu Millionären

    Im Jahr 1969 löste Buffett die Buffett Partnership auf und bot seinen Investoren an, ihr Geld in Anteile von Berkshire Hathaway zum damaligen Kurs von etwa 43 US-Dollar je Anteil zu tauschen. Aktuell notiert die A-Aktie von Berkshire bei fast 300.000 US-Dollar und dürfte damit die teuerste Aktie der Welt sein! Seit einigen Jahren notieren an der Börse aber auch die deutlich günstigeren B-Aktien von Berkshire.

    Anleger, die Buffett im Jahr 1969 1.000 US-Dollar zur Verfügung stellten, sind heute mehrfache Dollar-Millionäre. Aber auch, wer Jahre oder sogar Jahrzehnte später Berkshire-Aktien gekauft und langfristig gehalten hat, konnte mit dieser Aktie reich werden (im Durchschnitt knapp 20% Wertsteigerung pro Jahr).

    Und weil Buffett in den vergangenen fünf Jahrzehnten so überaus erfolgreich war, pilgern Jahr für Jahr zehntausende von Anlegern aus aller Welt zur Hauptversammlung seiner Beteiligungs-Holding Berkshire Hathaway – so wie auch dieses Wochenende wieder.