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28.07.2017

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Aktuelle Artikel
  • 27.07.2017 20:00

    Deutschen Börse: Basiswissen kompakt

    Heute habe ich zusammen mit einigen meiner Leser die Börse in Frankfurt besucht. Der Besuch der wichtigsten deutschen Wertpapierbörse gehört schon seit einigen Jahren zu den Veranstaltungen, die wir regelmäßig durchführen.

    Im Rahmen dieser Veranstaltung haben die Teilnehmer nicht nur die Möglichkeit, die Börse in Frankfurt zu besichtigen und einmal hinter die Kulissen zu schauen, sondern erhalten Jahr für Jahr auch einen spannenden und sehr aufschlussreichen Vortrag eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin der Deutsche Börse AG.

    In diesem Vortrag geht es auch um die Transparenzstandards der Deutschen Börse. Zwar habe ich an dieser Stelle schon darüber berichtet, doch da sich in diesem Zusammenhang im laufenden Jahr einiges geändert hat, möchte ich Ihnen jetzt noch einmal einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge geben.

    Der Prime Standard ist das Premium-Segment

    Es gibt 3 Transparenzstandards: Den Prime Standard, den General Standard und das Börsensegment Scale. Der Prime Standard ist der höchste Transparenzstandard und damit das Premium-Segment für börsennotierte Unternehmen in Deutschland. Dieser Standard geht über die gesetzlichen Mindestanforderungen des Regulierten Marktes hinaus.

    Der Prime Standard ist auf Unternehmen zugeschnitten, die auch internationale Investoren ansprechen wollen. Die Unternehmen müssen über das Maß des General Standards hinaus hohe Transparenzanforderungen erfüllen.

    So müssen sie quartalsweise über ihr Geschäft berichten, Ad-hoc-Mitteilungen auch in englischer Sprache veröffentlichen und mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr abhalten.

    Der Prime Standard ist zugleich ein Aufnahmekriterium für den Aufstieg in die Auswahlindizes der Deutschen Börse. Nur Gesellschaften, die zum Prime Standard zugelassen sind, können in einen der 4 großen und wichtigsten deutschen Aktienindizes (Dax, MDax, TecDax oder SDax) aufgenommen werden.

    General Standard. Die einfache Variante

    Der General Standard ist der Mindest-Transparenzgrad, den sämtliche Unternehmen des Regulierten Marktes erfüllen müssen.

    Die Unternehmen im General Standard müssen nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS/IAS oder US-GAAP) bilanzieren, Ad-hoc-Mitteilungen sowie mindestens einen Zwischenbericht veröffentlichen.

    Der neue Transparenzstandard Scale

    Das neue Segment Scale, das erst am 1. März dieses Jahres gestartet ist, richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Er erleichtert mit seinen auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnittenen Einbeziehungsvoraussetzungen die Kapitalbeschaffung und öffnet den Weg zu nationalen und internationalen Investoren.

    Die relevanten Zielgruppen für dieses Segment sind nach Angaben der Deutschen Börse kleine und mittlere Unternehmen (KMU), der deutsche und europäische Mittelstand sowie Unternehmen, die Kapital für Wachstum suchen.

    Einordnung der Transparenzstandards

    Fazit: Unternehmen aus dem Prime Standard bieten Ihnen als Aktionären zweifelsohne die größtmögliche Transparenz. Das heißt aber nicht, dass Unternehmen aus dem General Standard oder dem neuen Transparenzstandard Scale automatisch schlechter sind.

    Unternehmen aus dem Prime Standard bieten Ihnen aber mehr Transparenz und mehr Informationen. Betrugsfälle sind hier deutlich seltener zu finden.

  • 26.07.2017 20:00

    Kurstreiber: Jubiläum der berühmten Draghi-Rede

    Erinnern Sie sich? Heute ist es auf den Tag genau 5 Jahre her, dass Mario Draghi 3 Worte sprach, die in die Geschichtsbücher eingingen. „Whatever it takes“ sagte EZB-Präsident Draghi am 26. Juli 2012 in London.

    „Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“, sagte Draghi an jenem Donnerstag auf einer Investorenkonferenz in London. „Und glauben Sie mir, das wird ausreichen“, fügte er hinzu.

    Mit diesen Worten hat Draghi faktisch eine „Nibelungentreue“ zum Euro und schwächelnden Euro-Ländern ausgerufen und damit den Märkten in dem Moment eine große Last von den Schultern genommen.

    Angesichts dieses Jubiläums möchte ich jetzt mit Ihnen einen Blick in den Rückspiegel werfen und Ihnen einen kurzen Überblick über das geben, was im Vorfeld der legendären Draghi-Rede und im Anschluss daran passierte.

    Ein Blick in den Rückspiegel

    Als Draghi im Juli 2012 in London die berühmten 3 Worte „Whatever it takes“ aussprach, dauerte die Euro-Krise schon fast 3 Jahre an. Sie begann im Oktober 2009, als der frisch gewählte griechische Premierminister Giorgios Papandreou gesteht, dass das Staatsdefizit Griechenlands viel höher ist als von der vorherigen Regierung angegeben.

    Daraufhin reagierten die Gläubiger (diejenigen, denen Griechenland Geld schuldete) sehr nervös. Und das war nachvollziehbar. Schließlich lag die Schuldenquote Griechenlands zu diesem Zeitpunkt bereits bei über 100% der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt = BIP) des Landes.

    Die Folge war, dass die Kurse griechischer Staatsanleihen abgestürzt und die Anleiherenditen nach oben geschossen sind. Damit musste zum ersten Mal in Geschichte der Euro-Zone ein Land deutlich höhere Zinsen zahlen als die anderen Mitgliedsstaaten.

    Für ein solches Szenario gab es bei der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Musterlösung in der Schublade. Der Grund: Ein solches Szenario war schlichtweg nicht vorgesehen. Niemand war ernsthaft darauf vorbereitet, dass ein Mitglied der Währungsunion sich übermäßig verschulden würde und eventuell Insolvenzgefahr bestünde.

    Es folgten Sparprogramme seitens der Griechen und ein Rettungsschirm seitens der anderen Mitglieder der Euro-Zone. Doch nichts von alledem konnte die Märkte nachhaltig beruhigen. Somit drohte eine weitere Eskalation der Euro-Krise.

    Für den Wendepunkt sorgte dann aber EZB-Cheg Draghi mit seiner Rede, die sich heute zum 5. Mal jährt und über die ich eingangs bereits ausführlich berichtet habe. Und was folgte dann?

    Anleihekäufe und Null-Zins-Politik

    Was dann folgt sind die Null-Zins-Politik und die Anleihekäufe, die bis heute anhalten und auch noch eine Weile anhalten werden. Zunächst wurden die Zinsen Schritt für Schritt gesenkt und dann – Anfang 2015 – begann die EZB damit, Staatsanleihen aller Mitgliedsstaaten der Währungsunion sowie andere Wertpapiere aufzukaufen.

    Aktuell liegt der Umfang der Wertpapierkäufe durch die EZB monatlich bei 60 Mrd. Euro. Damit hat es die EZB geschafft, den Kapitalabfluss zu stoppen, die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln und gleichzeitig die Inflation anzutreiben.

    Keiner kann sagen, wie es uns heute ergehen würde, wenn Draghi diese berühmten Worten an jenem heißen Sommertag in London, im Jahr 2012, nicht ausgesprochen hätte. Was sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen lässt, ist, dass er damit den Euro (zumindest für eine gewisse Zeit) gerettet hat.

    Auch auf den Aktienmarkt hatte die Draghi-Rede großen Einfluss. Der DAX legte in den Wochen nach der Rede um rund 1.000 Punkte zu und der übergeordnete Aufwärtstrend hält noch heute.

  • 25.07.2017 19:21

    Deutsche Chemie-Branche zuversichtlich

    Der deutsche Aktienmarkt befindet sich weiterhin im „Sommerloch“.

    Blicken wir daher auf eine Schlüssel-Branche der deutschen Wirtschaft, um zu testen, ob die Lage, oder doch nur die Stimmung an der Börse schlecht ist:

    An dieser Stelle im Fokus: die deutsche Chemie-Branche

    Während hier zu Beginn des Jahres noch eine gewisse Vorsicht herrschte, setzt sich nun zunehmend Optimismus durch.

    Der Branchen-Verband VCI (Verband der Chemischen Industrie) hat seine Jahres-Prognose nach einem deutlichen Umsatz-Plus im 1. Halbjahr erneut  hochgeschraubt:

    Er erwartet inzwischen ein Umsatz-Plus von 5% für das Gesamtjahr 2017. Die bisherige Prognose ging von einem Umsatz-Wachstum von 3,5% aus.

    Das bedeutet eine Anhebung um rund 43%.

    Für den Produktions-Anstieg erwartet der VCI nun ein Plus von 1,5% nach zuvor lediglich 1%. Das bedeutet hinsichtlich der Prognose ein Plus von 50%.

    Bemerkenswert ist zudem, dass der Verband zuvor bereits 2x seine Wachstums-Prognose für dieses Jahr angehoben hatte.

    Das zeigt, wie viel Dynamik zuletzt in der deutschen Chemie-Branche herrschte.

    Doch woher kommt der Aufschwung bzw. was sind die Gründe dafür? – V. a. verantwortlich für den Aufschwung sind die gute konjunkturelle Lage in Europa sowie der Ölpreis .

    BASF-Chef und VCI-Präsident Kurt Bock kommentiert den Aufschwung kurz und knapp mit „die aktuelle Lage positiv“.

    Auch die Zukunft wird positiv beurteilt

    Auch die weiteren Aussichten sind positiv: Bock erwartet für die 2. Jahreshälfte anhaltend gute Geschäfte im In- und Ausland.

    Und auch der in der Chemie-Branche traditionell eher skeptische Mittelstand ist inzwischen durchaus optimistisch:

    So werde in allen wichtigen Chemie-Märkten bis ins kommende Jahr hinein mit einem stabilen Wirtschafts-Wachstum gerechnet.

    Dies bedeute zugleich eine gute Geschäfts-Entwicklung für die Unternehmen.

    Erfreulich ist auch, dass der Preisdruck in der Branche gewichen ist. Im 1. Halbjahr 2017 legten die Erzeuger-Preise um 3,5% zu.

    Dass die Chemie-Konzerne in der Lage waren Preis-Erhöhungen durchzusetzen, ist ein gutes Zeichen. Das sieht auch Kurt Bock so und bezeichnet es als „vernünftige Entwicklung“.

    Der Anstieg der Erzeuger-Preise ist übrigens nicht nur der Erholung des Ölpreises geschuldet.

    Denn auch in den weniger ölabhängigen Branchen-Segmenten „Spezial-“ und „Feinchemie“ waren zuletzt bei gut ausgelasteten Kapazitäten Preis-Erhöhungen möglich.

    Insgesamt sind die Kapazitäten der Branche derzeit mit 87% sehr gut ausgelastet.

    Zahlen sprechen für Kurs-Erholung

    Das positive Zwischenfazit für die deutsche Chemie-Branche lautet:

    Im 1. Halbjahr 2017 legte der Branchen-Umsatz dank der Preissteigerungen von 3,5% und des starken Pharma-Segments um 5% auf 96,9 Mrd. € zu.

    Die unter dem Strich sehr erfreuliche Entwicklung der deutschen Chemie-Branche wird sich auch in den Unternehmens-Zahlen widerspiegeln, die in diesen Tagen veröffentlicht werden, bzw. hat sich bereits darin widergespiegelt.

    Das wiederum sollte auch den Kursen der Chemie-Aktien Auftrieb geben, sobald die Stimmung an der deutschen Börse wieder nach oben dreht.

    Detaillierte Informationen zu meinen aktuellen Favoriten aus der Chemie-Branche finden Sie in meinen Börsendiensten.

  • 24.07.2017 20:10

    Bechtle: IT-Spezialist führt Aktiensplit durch

    Der deutsche Aktienmarkt startete heute mit leichten Kurs-Abschlägen in die neue Handelswoche.

    Bechtle legt gegen den Trend zu

    Gegen den Trend zulegen konnte dagegen die Aktie des IT-Spezialisten Bechtle. Ich beschreibe Ihnen hier, wie Bechtle das Plus mit einem psychologischen Trick geschafft hat.

    Einigen Aktionären des im TecDax notierten IT-Spezialisten Bechtle dürfte heute morgen im 1. Augenblick der Schreck in die Glieder gefahren sein.

    Die Bechtle-Aktie notierte zu Handelsbeginn bei rund 57 € und damit 50% unter dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

    Doch die Erklärung dafür ist harmlos: Denn Bechtle hat in der Zwischenzeit nicht etwa eine dicke Gewinn-Warnung veröffentlicht.

    Nein, Bechtle hat heute den bereits vor längerer Zeit angekündigten Aktiensplit im Verhältnis von 1:2 durchgeführt.

    Was das konkret bedeutet, welche Auswirkungen der Aktiensplit hat und welche Auswirkungen Aktiensplits generell für Sie als Aktionäre haben, erfahren Sie im Folgenden:

    So funktioniert ein Aktiensplit

    Bei einem Aktiensplit handelt es sich um eine Maßnahme, mit der Aktien optisch attraktiver gemacht werden.

    Kostet eine Aktie 100, 500 oder gar 1.000 €, dann erscheint sie optisch sehr teuer. Das schreckt mögliche Investoren ab.

    Dieses Problem löst ein Aktiensplit: Die Zahl der Aktien wird vervielfacht (im Fall von Bechtle verdoppelt), das Grundkapital bleibt gleich.

    Dadurch reduziert sich der Preis pro Aktie. Die Aktien erscheinen den Anlegern günstiger – und somit attraktiver.

    Durch diesen „Trick“ fließt dem Unternehmen jedoch kein „frisches“ Geld zu.

    Für Sie als Anleger hat der Aktiensplit keine große Bedeutung.

    Wenn ein Konzern z. B. (wie bei Bechtle) einen Aktiensplit von 1:2 vornimmt, erhalten Sie als Anleger zu den bestehenden Aktien je eine Gratisaktie dazu.

    Durch diese Vorgehensweise erhöht sich der Aktienbestand und der Aktienkurs verringert sich entsprechend. Der Wert der Aktien-Position ändert sich also nicht in Ihrem Depot.

    Bei der Durchführung eines Aktiensplits werden die bisherigen Aktien eingezogen und durch Aktien mit einem niedrigeren Nennwert ersetzt.

    Die Wertpapier-Kennnummer (WKN) bzw. International Securities Identificiation Number (ISIN) bleiben gleich.

    Aktiensplits können positive Kurs-Entwicklung begünstigen

    Generell kann ein Aktiensplit eine positive Kurs-Entwicklung einer Aktie fördern, tut dies aber nicht zwangsläufig.

    Daher sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Kurs-Entwicklung durch einen solchen Schritt automatisch begünstigt wird.

    Zwar kann man i. d. R. davon ausgehen, dass ein Aktiensplit für steigende Kurs-Erwartungen spricht.

    Dennoch sollten Sie die Gesamtlage des Konzerns nicht aus den Augen lassen und dessen Perspektiven in die Betrachtung mit einbeziehen.

    Beispiel Bechtle

    Bei Bechtle stimmt aus meiner Sicht beides:

    sowohl der vom Aktiensplit ausgehende günstige psychologische Effekt der optischen Verbilligung des Aktienkurses als auch die Entwicklung im operativen Geschäft von Bechtle.

    Der psychologisch positive Effekt durch einen Aktiensplit hat bei Bechtle, wie oben beschrieben, bereits heute gewirkt.

    Während der TecDax mit einem roten Vorzeichen aus dem Handel ging, schaffte Bechtle ein Plus von rund 1,5%.

    Mehr über die Bechtle-Aktie erfahren Sie in meinem Börsendienst „Power-Depot“.

  • 20.07.2017 20:00

    Elektro-Autos: Der Wandel der deutschen Automobil-Branche

    Ich habe Ihnen an dieser Stelle bereits sehr ausführlich den Umbau des BMW-Konzerns geschildert.

    Dabei ging es u. a. um die Produkt-Offensive im Bereich Elektromobilität, mit der BMW zukünftig seinen aufstrebenden amerikanischen Konkurrenten Tesla stärker als bisher angreifen will.

    Hier möchte ich Ihnen, daran anknüpfend, von den Ergebnissen einer Studie berichten, die das Münchner Ifo-Institut im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) durchgeführt hat.

    In der Studie ging es um das Thema Elektromobilität.

    Bis zu 620.000 Jobs in Deutschland gefährdet

    Kommt es ab 2030 tatsächlich zu dem von den Grünen geforderten Zulassungs-Verbot von Autos mit Verbrennungsmotor (Otto- und Diesel-Motoren), sind laut der Studie des Ifo-Instituts hierzulande theoretisch bis zu 620.000 Arbeitsplätze gefährdet.

    Es geht dabei um Stellen, die direkt oder indirekt an der Herstellung von Verbrennungsmotoren hängen.

    Dabei werden also sowohl die Jobs bei den Autoherstellern selbst als auch die bei den Zulieferern berücksichtigt.

    Ifo-Chef Clemens Fuest betont aber, dass die Zahlen diejenigen Beschäftigten auflisten, die vom Wechsel vom Verbrennungsmotor hin zur E-Mobilität betroffen seien.

    Daher würden keinesfalls die aufgelisteten 620.000 Arbeitsplätze ersatzlos wegfallen, sollte es zum Verbot von Verbrennungsmotoren kommen.

    Schließlich entstehen durch neue Antriebs-Technologien auch neue Arbeitsplätze.

    Ein Teil derjenigen, die aktuell direkt oder indirekt ihr Geld mit Verbrennungsmotoren verdienen, könnte also zukünftig ihr Geld mit Elektromotoren verdienen.

    Über den Umfang der neuen Stellen, die entstehen würden, schweigt sich das Ifo-Institut aus.

    Nach bisherigen Schätzungen dürfte es sich dabei aber um rund 1/3 der Arbeitsplätze handeln, die derzeit am Verbrennungsmotor hängen.

    Ifo-Forscher widersprechen Grünen

    Die Grünen vertreten den Standpunkt, dass die deutsche Automobil-Branche den Wandel zu alternativen Antriebs-Arten versäumt habe.

    Und deswegen diene ein Verbot von Verbrennungsmotoren quasi als Innovations-Motor.

    Dem widersprechen die Forscher des Ifo-Instituts, welche die Studie erstellt haben.

    Als Beleg dafür, dass der Standpunkt der Grünen falsch sei, listet die Studie die bewilligten Patent-Anmeldungen auf.

    Hier lag Deutschland in den Jahren 2010 – 2015 nicht nur bei den Verbrennungsmotoren klar vor Japan, Südkorea, China, Frankreich und den USA.

    Nein, dies gilt auch für den Bereich der Elektro-Autos und Hybridfahrzeuge.

    Es seien bislang bereits erhebliche Anstrengungen unternommen und Milliarden-Investitionen in diesen Bereichen getätigt worden.

    Einzig bei Batterien und Akkus gibt es Nachholbedarf. Hier kann und sollte die Politik im Bereich der Forschungs-Förderung tätig werden, so Fuest.

    Ein Verbot von Verbrennungsmotoren ergebe, so die Studie, dagegen wenig Sinn.

    Meine Einschätzung zum Thema

    Meine Einschätzung dazu: Auch ich bin gegen ein Verbot von Verbrennungsmotoren – egal ob ab dem Jahr 2030 oder ab 2040.

    Der Wandel wird stattfinden, braucht aber Zeit (die Technologie muss weiter reifen, die Infrastruktur aufgebaut werden).

    In den kommenden Jahren werden die Automobil-Hersteller und deren Zulieferer noch gute Geschäfte mit Verbrennungsmotoren machen.

    Und auf längere Sicht werden die deutschen Autohersteller wie BMW, Daimler und VW mit alternativen Antriebs-Konzepten ebenfalls gute Geschäfte machen.

  • 19.07.2017 17:59

    Börse: Ausblick auf die aktuelle Berichts-Saison

    2 Faktoren sorgen dafür, dass deutsche Investoren am Aktienmarkt aktuell zurückhaltend agieren:

    Die Investoren warten auf einen möglichen Strategiewechsel der Europäischen Zentralbank (EZB) und auf die Halbjahres-Zahlen der Unternehmen.

    Optimistischer Ausblick auf die neue Berichts-Saison

    Meine Prognose: Die EZB wird keinen radikalen Kurswechsel vornehmen und die Firmen werden mehrheitlich gute Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlichen.

    Die aktuelle Berichts-Saison, in der die deutschen Konzerne ihre Halbjahres-Zahlen und ihre Zahlen für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017 veröffentlichen, hat vor wenigen Tagen begonnen.

    Aktuell spricht vieles dafür, dass wir unter dem Strich eine erfreuliche Berichts-Saison erleben werden.

    Denn bislang haben nur sehr wenige Betriebe geschwächelt und ihre Prognosen für das laufende Jahr nach unten angepasst.

    Demgegenüber stehen mehrere Prognose-Anpassungen nach oben. So hat gestern z. B. der DAX-Konzern Lufthansa seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt.

    Gute Konjunkturdaten beflügeln

    Ein weiterer Grund dafür, dass ich mit einer unter dem Strich positiven Berichts-Saison rechne, ist dieser:

    Im 1. Halbjahr 2017 haben wir sowohl in Europa als auch global ein positives konjunkturelles Umfeld gesehen.

    Das bedeutet: Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen waren durchaus positiv.

    Und es spricht vieles dafür, dass die Firmen hierzulande unter dem Strich auch im 2. Halbjahr 2017 gute Geschäfte machen werden.

    Und somit werden wir wohl auch weiterhin steigende Aktienkurse sehen – wenn auch vielleicht etwas weniger stark als im 1. Halbjahr.

    Zwar haben sich zuletzt einige Konjunktur-Frühindikatoren leicht eingetrübt und auch der wiedererstarkte Euro belastet etwas (v. a. die Exportwerte).

    Doch bleibt 1. das konjunkturelle Umfeld auch in den kommenden Monaten freundlich und 2. ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar immer noch deutlich günstiger als noch vor ein paar Jahren.

    Kommen wir nun wieder zurück zu den Konzernzahlen:

    Ich hatte Ihnen bereits geschrieben, dass die aktuelle Berichts-Saison bislang wenige negative Überraschungen mit sich brachte.

    Eine davon ist die Gewinn-Warnung des im MDax notierten Automobil- und Industrie-Zulieferers Schaeffler.

    Negativ-Beispiel Schaeffler

    Schaeffler hatte bereits im Juni eine Gewinn-Warnung für das laufende Jahr veröffentlicht (Gewinn-Prognose für 2017 gekürzt).

    Nun legte man gestern vorläufige Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 vor:

    Schaeffler steigerte seinen währungsbereinigten Umsatz von Januar bis Juni um 3,8% auf 7 Mrd. €.

    Der operative Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes EBIT) beläuft sich auf 780 Mio. € (nach 859 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum).

    Auf dieser Basis ergibt sich eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,1% (Vorjahr: 12,8%).

    Zusammenfassung und Ausblick

    Auf Basis der zuletzt schwächelnden Ergebnis-Entwicklung hat Scheffler, wie bereits geschrieben, bereits im Juni die eigene Ergebnis-Prognose für das laufende Jahr nach unten angepasst.

    Wie ich Ihnen aber ebenfalls schon geschrieben habe, ist Schaeffler bislang eine von wenigen negativen Ausnahmen in der aktuellen Bericht-Ssaison.

    Ich rechne mit überwiegend guten Zahlen und positiven Überraschungen.

    Fazit

    Daher ist es aus meiner Sicht aktuell kein guter Zeitpunkt, sich in größerem Stil von deutschen Aktien zu trennen.

    Das gilt auch, obwohl ein DAX-Stand von über 12.000 Punkten vielleicht bei einigen von Ihnen das Bedürfnis nach Gewinn-Mitnahmen wecken könnte.

    Meine Empfehlung: Warten Sie erst die Halbjahres-Zahlen ab und entscheiden dann, wie und wann Sie Ihr Aktien-Depot umschichten!

    Ich werde in Sachen aktueller Berichts-Saison für Sie weiterhin am Ball bleiben und hier an dieser Stelle regelmäßig über die Zahlen der Unternehmen schreiben.

  • 18.07.2017 19:57

    Schweizer Aktienmarkt im Blickpunkt

    Der deutsche Leitindex DAX hat heute rund 1,25% verloren.

    Die Angst vor einer Zinswende durch die Europäische Zentralbank (EZB-Sitzung am Donnerstag) und vor einem Euro-Höhenflug (belastet die Exportwerte) sorgten für Kurs-Abschläge.

    Fokus: Schweizer Aktienmarkt

    In der Schweiz reagierten die Anleger deutlich entspannter. Der Schweizer Leitindex SMI gab nur um 0,67% nach. Blicken wir daher heute kurz auf die Eidgenossen.

    Wie die meisten von Ihnen wissen, befand ich mich kürzlich auf einer Reise durch Österreich und habe einige dort ansässige Unternehmen besucht.

    Im September dieses Jahres reise ich in unser 2. deutschsprachiges Nachbarland: die Schweiz.

    Auch dort werde ich einige Firmen besuchen und mich mit Schweizer Analysten-Kollegen austauschen.

    Heute möchte ich vorab für Sie den Schweizer Aktienmarkt ganz allgemein unter die Lupe nehmen.

    Nach den ersten 6 Monaten und gut 2 Wochen des laufenden Jahres liegt der Schweizer Leitindex SMI mit rund 10% im Plus.

    Das ist immerhin die zweitbeste Halbjahres-Bilanz des SMI, der die Wert-Entwicklung der 20 größten börsennotierten Konzerne aus der Schweiz widerspiegelt, der vergangenen 10 Jahre.

    Kein Abschwung in Sicht

    Es spricht vieles dafür, dass es an der Schweizer Börse weiter bergauf gehen wird – wenngleich etwas langsamer als im 1. Halbjahr.

    Eine spürbare Abschwächung sehe ich erst dann, wenn sich eine Verschlechterung der Unternehmens-Ergebnisse abzeichnet – und das ist aktuell nicht der Fall.

    Zwar sind die Aktien der 20 größten Schweizer Firmen aus dem SMI aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 17 bewertet.

    Damit liegen sie über dem historischen Mittel von 15, doch überteuert sind die Aktien aus dem SMI damit noch nicht.

    Wer allein das KGV betrachtet, macht aus meiner Sicht einen Fehler, denn:

    1. sollten Sie berücksichtigen, dass die Dividendenrenditen der 20 Konzerne aus dem SMI aktuell bei durchschnittlich 3,5% liegen, der 15-Jahres-Durchschnitt aber lediglich bei 3,1%.
    2. sind die Unternehmen im historischen Vergleich deutlich weniger verschuldet. Das relativiert das im historischen Vergleich etwas über dem Durchschnitt liegende KGV.

    Zuversicht für die 2. Jahreshälfte

    Die unterm Strich positive wirtschaftliche Entwicklung in Europa und der zuletzt wiedererstarkte Euro sollten dem Schweizer Aktienmarkt für das 2. Halbjahr 2017 weiteren Auftrieb geben.

    Erstmals seit mehr als 1 Jahr hat sich die europäische Gemeinschafts-Währung wieder auf über 1,10 Schweizer Franken (CHF) festgesetzt.

    Davon profitiert v. a. die exportorientierte Schweizer Industrie, die nach wie vor über 50% ihrer Ausfuhren in der EU absetzt.

    U. a. deshalb glaubt Lars Kalbreier, Anlage-Chef von Vontobel Private Banking, dass Aktien von Schweizer Industrie- und Technologie-Firmen auch im 2. Halbjahr die beste Performance bringen werden.

    So war es bereits in den ersten 6 Monaten des Börsenjahres 2017. Diese Einschätzung teile ich.

    Daher befinden sich in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“ auch gleich mehrere Aktien von Schweizer Konzernen aus dem Industrie- und Technologie-Sektor.

    Dazu zählt z. B. die Aktie des Schrauben- und Logistik-Spezialisten Bossard.

    Die war in den zurückliegenden Monaten einer der größten Gewinner am Schweizer Aktienmarkt und konnte in den vergangenen 12 Monaten um über 80% zulegen.

    Ausblick

    Im Herbst stelle ich Ihnen hier an dieser Stelle weitere attraktive Unternehmen aus der Schweiz vor.

  • 17.07.2017 19:44

    Hermle: Gute Zahlen und hohe Dividendenrendite

    Die Hauptversammlungs-Saison der deutschen Aktiengesellschaften ist fast schon wieder vorbei. Auf einige Höhepunkte möchte ich hier für Sie eingehen.

    Was ist für Sie als Aktionär besonders erfreulich nach einer erfolgreichen Hauptversammlung? – Die oft sehr attraktive Dividenden-Ausschüttung!

    Der deutsche Maschinenbauer Hermle hat vor wenigen Tagen seine diesjährige Hauptversammlung abgehalten und im Anschluss daran eine gewohnt üppige Dividende ausgeschüttet.

    In diesem Jahr lag die Dividende bei 12,85 € je Aktie, was (gemessen am Aktienkurs vor der Ausschüttung) einer Dividendenrendite von sehr guten 4% entspricht.

    Darüber hinaus hat Hermle Geschäftszahlen für die ersten 5 Monate des laufenden Jahres veröffentlicht und sich zum Gesamtjahr 2017 geäußert.

    Bevor ich gleich auf die aktuellen Zahlen und auf die Hermle-Aktie eingehe, stelle ich Ihnen den familiengeführten Maschinenbauer Hermle kurz vor.

    Hermle im Kurzportrait

    Das Unternehmen wurde im Jahr 1938 von Berthold Hermle gegründet und ist im schwäbischen Gosheim ansässig.

    Damals firmierte der Konzern noch als „Firma Berthold Hermle – Schraubenfabrik und Fassondreherei“.

    1957 begann die Produktion von Fräsmaschinen. Im Jahr 1990 folgte schließlich die Umfirmierung zur „Maschinenfabrik Berthold Hermle“ und am 10. April 1990 der Börsengang.

    Die „Maschinenfabrik Berthold Hermle AG“ gehört seit vielen Jahren zu den profitabelsten, börsennotierten deutschen Maschinenbauern.

    Der Konzern ist schuldenfrei und konnte seinen Aktionären auch während der Branchen-Rezession 2002/2003 Dividenden ausschütten.

    Die aktuellen Zahlen in der Übersicht

    Wie Hermle vor wenigen Tagen im Rahmen der Hauptversammlung mitgeteilt hat, entwickelte sich das Geschäft der AG in den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres besser als erwartet.

    So stieg der Umsatz des schwäbischen Werkzeugmaschinen-Herstellers im Vergleich zu den ersten 5 Monaten des Vorjahres um rund 7% auf 155,7 Mio. €.

    Auch das Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal. Konkretere Angaben dazu machte das Hermle-Management jedoch zunächst nicht.

    Der Auftrags-Eingang erhöhte sich um rund 11% auf 168,0 Mio. €. Der Auftrags-Bestand belief sich per Ende Mai auf 106,1 Mio. €.

    Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand im Gesamtjahr 2017 einen Umsatz etwa auf Höhe des Vorjahreswerts oder – sollte die sehr gute Geschäfts-Entwicklung anhalten – eventuell leicht darüber für erreichbar.

    Beim operativen Gewinn erwartet das Hermle-Management – gewohnt konservativ – einen Wert, der auf dem Vorjahres-Niveau oder leicht darunter liegt.

    +2.000% Gewinn seit 2003

    Wie gut Hermle schon seit Jahren operativ unterwegs ist, zeigt die hervorragende Entwicklung des Kurses der Konzern-Aktie:

    Die Leser meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“, die meiner Erst-Empfehlung im Jahr 2003 gefolgt sind, können sich inzwischen sogar über ein Plus von knapp 2.000% freuen (Kursgewinn + Dividenden).

    Auch wenn die Hermle-Aktie in den kommenden 14 Jahren nicht noch einmal um 2.000% wird zulegen können:

    Sie bleibt ein Basis-Investment für konservative Nebenwerte-Fans und Dividenden-Jäger.

    Mein Praxistipp für Sie:

    Gute Einstiegs-Gelegenheiten ergeben sich oft nach der Dividenden-Ausschüttung im Juli/August, wenn Dividenden-Werte wie Hermle im „Sommerloch“ etwas in Vergessenheit geraten.

  • 13.07.2017 20:00

    FACC: Österreichischer Mittelständler mit großen Plänen

    Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle von meiner Reise nach Österreich berichtet und für Sie einen Blick auf den österreichischen Aktienmarkt geworfen.

    Zudem habe ich Ihnen mit der Flughafen-Wien-Gruppe einen börsennotierten Konzern aus unserem Nachbarland vorgestellt.

    Heute möchte ich Ihnen mit dem Mittelständler FACC ein weiteres börsennotiertes Unternehmen aus Österreich vorstellen.

    Das ist die FACC AG

    Die FACC AG (ehemals Fischer Advanced Composite Components) wurde 1989 gegründet und ist ein österreichischer Flugzeugkomponenten-Hersteller.

    Dieser befindet sich mehrheitlich im Besitz des chinesischen Konzerns AVIC und hat seinen Firmensitz im oberösterreichischen Ried.

    FACC ist vorwiegend im Bereich der Kunststoff-Verarbeitung tätig.

    Man entwickelt, entwirft und produziert hier Flugzeug-Innenausstattung und Strukturbauteile in Leichtbauweise für internationale Flugzeug-Produzenten.

    Zu den Kunden von FACC zählen die Flugzeug-Produzenten Boeing, Airbus, Embraer und Bombardier sowie der Triebwerks-Hersteller Rolls-Royce.

    Cyber-Attacke belastete Ergebnis und Aktienkurs

    Im Januar des vergangenen Jahres wurde FACC Opfer einer Cyber-Attacke, die das Ergebnis der Firma belastet hat und damit auch den Aktienkurs negativ beeinflusste.

    Vereinfacht gesagt sind Computer-Spezialisten in das interne FACC-System eingedrungen und haben rund 50 Mio. € aus der Kasse gestohlen.

    Das wirkte sich, wie bereits erwähnt, auch negativ auf den Aktienkurs aus:

    Während die FACC-Aktie im Dezember 2015 bei 7,26 € notierte, rutschte sie im Januar 2016 (nach der Cyber-Attacke) auf 4,57 € ab.

    Im Juni des vergangenen Jahres notierte die FACC-Aktie zwischenzeitlich sogar unterhalb von 4 €. Seither hat sich der Kurs aber mehr als verdoppelt.

    Heute notiert die FACC-Aktie bei über 9 € und nimmt damit Kurs auf ihr Allzeithoch im Bereich von 9,50 €, das nach dem Börsengang im Juni 2014 erreicht wurde.

    Aktuelle Zahlen und Ausblick

    FACC hat ganz frisch seine Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 (bis Ende Februar) veröffentlicht:

    Demnach stieg der Umsatz um 12,9% auf 184,3 Mio. €. Der operative Gewinn (EBIT) legte deutlich von 2,0 Mio. € in der Vorjahres-Periode auf 10,8 Mio. € zu.

    Im Ausblick rechnet FACC mit weiterem Wachstum in der zivilen Luftfahrt-Industrie.

    In den kommenden 20 Jahren soll sich die Flotte an Flugzeugen weltweit von derzeit 21.000 Verkehrsflugzeugen bis zum Jahr 2035 auf 42.500 Flugzeuge mehr als verdoppeln.

    Wesentlich dazu beitragen sollen die Wachstumsmärkte China und Indien.

    Daher hält FACC an seiner „Vision 2020“ fest, die einen Umsatz von 1 Mrd. € für das Geschäftsjahr 2020/2021 vorsieht.

    Die kürzlich abgeschlossenen Verträge mit Bombardier und Rolls-Royce sollen die Wachstums-Strategie bereits in den kommenden Jahren unterstützen.

    Damit könnte die zuletzt sehr positive Tendenz der FACC-Aktie durchaus fortgesetzt werden.

    Angesichts eines aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von deutlich über 20 ist eine Investition in FACC aber auch mit größeren Risiken verbunden.

  • 12.07.2017 18:48

    Österreichs Aktienmarkt im Blickpunkt

    Wie einige von Ihnen bereits wissen, befand ich mich in den vergangenen Tagen in Österreich und habe mir dort mögliche Kaufkandidaten für meine Börsendienste angeschaut.

    Früher hatte ich Aktien aus Österreich in den Depots relativ hoch gewichtet.

    Doch in den vergangenen Jahren war die Börse Wien schlicht und einfach nicht attraktiv genug, als dass man seinen Fokus auf diese Region hätte richten sollen.

    Die großen Investoren haben Österreich gemieden, daher war dort an der Börse nur schwer Geld zu verdienen.

    ATX: Weit über 50% Potenzial zum Allzeithoch

    Das zeigen auch die folgenden Zahlen: Vor Ausbruch der Finanzkrise notierte der österreichische Leitindex ATX bei rund 5.000 Punkten.

    In der Krise stürzte der ATX auf 1.500 Punkte ab. In den Jahren 2009 – 2017 pendelte der ATX relativ orientierungslos zwischen 2.000 und 3.000 Punkten hin und her.

    Doch zuletzt konnte der ATX die 3.000-Punkte-Marke knacken. Wird die runde Marke nachhaltig überwunden, werden immer mehr große Investoren den Nachzügler Österreich entdecken.

    Bis zum Allzeithoch hat der ATX noch weit über 50% Luft nach oben. Die Ausgangslage ist daher sehr interessant.

    Daher war ich einige Tage in Österreich unterwegs, um passende Firmen unter die Lupe zu nehmen. Dort gibt es noch unentdeckte Perlen.

    Einige dieser Perlen werden Sie in den kommenden Wochen und Monaten sicher in meinen Börsendiensten wiederfinden.

    Heute möchte ich Ihnen ein Unternehmen aus Österreich vorstellen, das vielleicht nicht unbedingt eine Börsen-Perle ist.

    Aber es ist unentdeckt insofern, als dass sicher nur die wenigsten von Ihnen wissen, dass es an der Börse Wien gelistet ist. Die Rede ist von der Flughafen-Wien-Gruppe.

    Flughafen-Wien-Gruppe im Fokus

    Die Flughafen-Wien-Gruppe betreibt die Flughäfen in Wien, Malta und Kosice (Slowakei).

    Das Passagier-Aufkommen der Gruppe wuchs im vergangenen Monat um 9,6% auf 2,9 Mio. Reisende.

    Von Januar bis Ende Juni nahm das Passagier-Aufkommen um 9,2% auf 14 Mio. Reisende zu.

    Auch der Standort Flughafen Wien entwickelte sich mit einem Passagier-Plus von 6,9% von Januar bis Ende Juni 2017 sehr gut.

    So konnte mit 91.162 Passagieren am 30. Juni 2017 der passagierstärkste Tag in der Geschichte des Airports verzeichnet werden.

    Erstmals wurden damit an einem Tag mehr als 90.000 Passagiere am Flughafen Wien abgefertigt.

    Die guten Passagierzahlen dürften dafür sorgen, dass die Flughafen-Wien-Gruppe auch bei Umsatz und Gewinn im 1. Halbjahr gut abgeschnitten hat.

    Die Zahlen für die zurückliegenden 6 Monate wird der Konzern demnächst vorlegen.

    Ausblick

    Ich werde Ihnen in den kommenden Tagen und Wochen an dieser Stelle weitere österreichische Unternehmen vorstellen.

    Und wenn Sie sich für meine Favoriten aus unserem Nachbarland interessieren, empfehle ich Ihnen sich meine Börsendienste anzuschauen.