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Aktuelle Artikel
  • 12.02.2018 10:00

    Turnaround-Aktien: Gelingt die Trendwende, winken hohe Gewinne

    Wenn Aktien an der Börse unter Druck geraten, gibt es dafür mehrere mögliche Gründe.

    So können Aktien beispielsweise deshalb unter Druck geraten, weil der gesamte Aktienmarkt angeschlagen ist.

    Dann hat eine schlechte Kursentwicklung oftmals wenig mit einer schlechten Geschäftsentwicklung der dahinter stehenden Unternehmen zu tun.

    Aktien können aber auch unter Druck geraten, weil die Unternehmen, die hinter den Aktien stehen, operative Schwierigkeiten haben. Dann gilt es zu unterscheiden:

    Firmen haben unterschiedliche Probleme

    Haben die Unternehmen nachhaltige Schwierigkeiten, weil beispielsweise das Geschäftsmodell in Gefahr ist oder eine ganze Branche vor einem größeren Wandel steht, der mit tiefen Einschnitten verbunden ist?

    In solchen Fällen ist nicht oder zumindest nicht zeitnah mit einer Erholung dieser Titel zu rechnen.

    Ganz anders sieht es aus, wenn die Probleme vorübergehender Natur sind.

    Wenn beispielsweise bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell sehr projektlastig ist, ein verlorener Großauftrag für eine vorübergehende Umsatz- und Ertragsschwäche sorgt.

    Dann sackt zwar teilweise der Aktienkurs deutlich ab, steigt jedoch später genauso stark wieder an wie er zuvor gefallen ist, sofern klar wird, dass die Probleme tatsächlich nicht dauerhaft sind.

    Wenn eine Aktie einen Turnaround hinlegt, regnet es Gewinne

    Solche „gefallenen Engel“ bringen Ihnen oftmals besonders hohe Renditen, wenn die Trendwende (Turnaround) gelingt.

    Dafür gibt es zahlreiche Beispiele in der Börsenlandschaft: So erinnern sich sicher noch einige von Ihnen an den Absturz des DAX-Unternehmens Infineon. Die Infineon- Aktie stürzte von 83 € auf 35,5 Cent ab, um dann bis heute wieder um rund 5.000% zuzulegen.

    Ein noch prominenteres Beispiel ist der Absturz und die anschließende Wiedergeburt des US-amerikanischen Technologiekonzerns Apple.

    Die Apple-Aktie kostete im Jahr 2000 rund 5 USD und stürzte im Jahr 2002 auf unter 1 Dollar ab. Heute kostet die Apple-Aktie über 160 USD. Das bedeutet: Von 2002 bis heute legte die Apple-Aktie um beinahe unvorstellbare 16.000% zu.

    Weiteres Beispiel: Die Vorzugsaktie von Fuchs Petrolub notierte im Jahr 2007 bei rund 12,50 € und stürzte im Frühjahr 2009 auf 4 € ab. Heute notiert die Aktie bei rund 49 €. Das bedeutet ein Plus von mehr als 1.100% in gerade einmal 10 Jahren.

    Fazit: Manchmal wird Geduld an der Börse belohnt

    Turnaround-Aktien können also einen wahren Kursschub zeigen, sofern die Unternehmen es schaffen, sich zu berappeln. Darum kann es manchmal sehr lohnenswert sein, an einer gefallenen Aktie festzuhalten.

    Immerhin: Wenn der Absturz bereits passiert ist, realisieren Sie bei einem Verkauf einfach nur Verluste.

    Das Abwarten, ob sich das Unternehmen und damit der Wer erholt, ist manchmal vielleicht die bessere Alternative.

  • 08.02.2018 19:26

    Politik und Börse: GroKo schockt Online-Apotheken

    Die Aktien des in den Niederlanden ansässigen Unternehmens Shop Apotheke Europe, einem Versandhändler für Medikamente und Gesundheitsprodukte, sind am gestrigen Tag dramatisch eingebrochen. Die Papiere gingen mit einem Minus von knapp 25% aus dem Xetra-Handel.

    Auslöser des Absturzes der Shop-Apotheke-Aktie ist eine Formulierung im Koalitionsvertrag der neuen Großen Koalition (GroKo) aus SPD, CDU und CSU, die vorbehaltlich eines positives Ausgangs des SPD-Mitgliederentscheids zustande kommt:

    „Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein“, heißt es darin. Auch die Aktien des Schweizer Shop-Apotheke-Konkurrenten Zur Rose Group brachen gestern zweistellig ein. Bei der Zur-Rose-Aktie belief sich das Tagesminus jedoch „nur“ auf 12%.

    In einer Stellungnahme vom gestrigen Abend betont Shop Apotheke Europe, dass gegen das Vorhaben mehrfach verfassungs- und europarechtliche Bedenken geäußert wurden. Das hindert die GroKo-Parteien aber nicht daran, den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten verbieten zu wollen.

    Sowohl Shop Apotheke Europe als auch der Schweizer Konkurrent Zur Rose Group haben angekündigt, „notwendige Schritte“ zu ergreifen, um den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten aufrechtzuerhalten.

    Shop-Apotheke-Aktie im Fokus

    Das Unternehmen Shop Apotheke ist erst im Oktober 2016 an die Börse gegangen. Die Aktie notierte zu diesem Zeitpunkt bei rund 28 Euro. Bis April 2017 pendelte die Aktie grob gesagt zwischen 24 und 28 Euro. Dann folgte jedoch der Ausbruch nach oben. Von Mitte April bis Ende Mai 2017 legte die Aktie um fast 60% von 27 auf 43 Euro zu.

    Bis Ende August 2017 folgte eine Konsolidierung. Dann stieg die Aktie von Ende August bis Anfang November von knapp 40 auf rund 63 Euro (+58%). Heute notiert die Shop-Apotheke-Aktie bei knapp 35 Euro und damit um etwa 45% unter dem Höchststand des vergangenen Jahres.

    Zur Rose Group ebenfalls betroffen

    Das Vorhaben der GroKo-Parteien, den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten zu verbieten, hat auch massive Auswirkungen auf die Geschäfte von Europas größter Versandapotheke, der Schweizerischen Zur Rose Group.

    Daher ist – wie bereits erwähnt – auch die Zur-Rose-Aktie gestern abgeschmiert. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, sich mit allen juristischen Mitteln gegen diese Entscheidung der deutschen Groko zur Wehr zu setzen.

    Verliert Zur-Rose-Chef Walter Oberhänsli diesen Kampf, steht er vor einem Scherbenhaufen. Denn dann würde sein wichtigster Wachstumstreiber wegfallen.

    Fazit: Das aktuelle Beispiel zeigt Ihnen, warum ich seit Jahren in meinen Börsendiensten und auch in meinem privaten Depot – so gut es geht – Unternehmen meide, die zu stark von politischen Entscheidungen abhängig sind.

    Das Risiko, dass nach Wahlen oder bestimmten Ereignissen plötzlich ein politischer Plan auftaucht, der massiv in die Geschäfte der Unternehmen eingreift, ist einfach zu groß. Denken Sie dabei zum Beispiel an die vielen Milliarden Börsenwert, die sich nach der erzwungenen Energiewende bei RWE und Eon einfach in Luft aufgelöst haben.

  • 07.02.2018 21:27

    Sixt verkauft Carsharing-Gemeinschaftsprojekt an BMW

    Der deutsche Leitindex DAX hat heute die Marke von 12.500 Punkten zurückerobert und liegt damit rund 300 Punkte über dem Wochentief. Der scharfe Abwärtstrend wurde vorerst gestoppt. Daher können wir wieder auf die interessantesten Unternehmen schauen.

    Der bekannte Mobilitätsdienstleister Sixt hat kürzlich bekannt gegeben, das Gemeinschaftsprojekt DriveNow an seinen Partner BMW zu verkaufen. DriveNow ist ein von Sixt und BMW zusammen gegründeter sogenannter Carsharing-Anbieter.

    Zur Erläuterung: Carsharing ermöglicht es den angemeldeten Nutzern in größeren Städten mit Autos des Anbieters von A nach B zu fahren. Abgerechnet wird nach Minuten. Hinzu kommt eine einmalige Anmeldegebühr in überschaubarer Höhe.

    Einzelheiten zum DriveNow-Verkauf

    Kommen wir nun zu den Einzelheiten des Verkaufs der DriveNow-Anteile an BMW. Bevor sich Sixt mit BMW über den Verkauf der DriveNow-Anteile geeinigt hat, waren beide Unternehmen je zur Hälfte an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt.

    Für den Vollzug der Vereinbarung bedarf es noch der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden. Die Erteilung dieser Freigaben wird im Verlauf des zweiten Quartals 2018 erwartet.

    Die der Transaktion zu Grunde gelegte Gesamtbewertung des vor 7 Jahren gegründeten Gemeinschaftsunternehmens DriveNow beträgt rund 420 Mio. Euro. Dementsprechend wurde ein Kaufpreis für die bislang von der Sixt SE gehaltene Beteiligung an DriveNow in Höhe von 209 Mio. Euro vereinbart.

    Mit Vollzug des Verkaufs der DriveNow-Beteiligung würde die Sixt SE hieraus im laufenden Geschäftsjahr 2018 auf Konzernebene voraussichtlich einen außerordentlichen Ertrag vor Steuern in Höhe von rund 200 Mio. Euro erzielen.

    Neben diesem einmaligen Ergebniseffekt erwartet Sixt aus einem Verkauf der DriveNow-Beteiligung keine wesentlichen Auswirkungen auf Umsatz oder Ergebnis des Konzerns. Mit anderen Worten: Sixt erhält einen Mittelzufluss in Höhe von 209 Mio. Euro – wird aber umsatz- und ergebnismäßig auf Konzernebene keine wesentlichen negativen Effekte aus dem Verkauf spüren.

    Darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, dass die Transaktion es der Sixt SE ermögliche, nun unabhängig die Position als führender Mobilitätsdienstleister durch die Integration aller Mobilitätsangebote unter einem Dach konsequent auszubauen.

    BMW will nach Abschluss der Transaktion den eigenen Carsharing-Anbieter DriveNow mit dem Daimler-Carsharing-Anbieter Car2Go zusammenführen.

    Vorzugsaktie mit deutlichem Abschlag zur Stammaktie

    Der Verkauf der DriveNow-Anteile könnte sich als Werttreiber für die Sixt-Stamm- und Vorzugsaktien erweisen. Besonders die Vorzugsaktie ist aus meiner Sicht einen Blick wert. Denn die Sixt-Vorzugsaktie wird im Vergleich zu der im SDax notierten Stammaktie mit einem extrem deutlichen Abschlag gehandelt.

    Während die Sixt-Stammaktie aktuell bei gut 78 Euro notiert, kommt die Vorzugsaktie nur auf einen Kurs von knapp 55 Euro. Das ist ein Abschlag von rund 30%. Zwar ist die Stammaktie im SDax vertreten, liquider und bietet den Aktionären ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, dafür erhalten die Vorzugsaktionäre eine höhere Dividende.

    Ein Abschlag bei den Vorzugsaktien im Vergleich zu den Stammaktien ist durchaus üblich – der Abschlag im Fall Sixt ist aus meiner Sicht jedoch deutlich zu hoch. Hier könnte sich eine interessante Chance für Sie als Anleger bieten. Weitere Informationen zur Sixt-Vorzugsaktie erhalten Sie in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“.

  • 06.02.2018 20:51

    Depot-Absicherung: Stop-Loss-Marken oft kein guter Schutz

    Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle geschrieben, wie Sie Ihr Aktien-Depot mit Put-Optionsscheinen absichern können und welche Kosten Sie dabei zu erwarten haben. Nachdem Sie den „Schlussgong“ gestern Abend erhalten haben, ging es an den US-Börsen deutlich weiter nach unten.

    Um genau zu sein, verbuchte der Dow Jones gestern punktemäßig den größten Tagesverlust seiner Geschichte. Auch prozentual betrachtet war der Tagesverlust beachtlich. Es kam immerhin das größte Tagesminus seit August 2011 zustande.

    Bereits in den Tagen zuvor befanden sich die Börsen im Korrekturmodus. Doch warum korrigieren die Börsen und warum kam gestern ein derart großes Tagesminus zustande? Für den heftigen Verlust am gestrigen Tag gibt es verschiedene Erklärungsansätze.

    Die beiden Haupterklärungen, die heute zu lesen waren, sind erstens die zuletzt gestiegenenAnleiherenditen und zweitens die Angst vor einer zusätzlichen (bislang so nicht eingeplanten) Zinserhöhung in diesem Jahr durch die US-Notenbank Fed.

    Ich halte beide Erklärungen nicht für besonders schlüssig. Denn die zuletzt moderat gestiegenen Anleiherenditen werden nicht dazu führen, dass Umschichtungen im großen Stil raus aus Aktien und rein in Anleihen stattfinden werden. Auch sehe ich kaum Spielraum für die Fed für eine radikale Zinserhöhung – dafür sind die Staatsschulden schlicht und einfach zu hoch. Aktien sind daher 2018 noch immer die mit Abstand attraktivste Anlageklasse.

    Was war also der tatsächliche Grund für den gestrigen Kurssturz? Aus meiner Sicht waren die Computersysteme der Banken in Kombination mit Stop-Loss-Marken dafür verantwortlich. Den Anfang machten die Computersysteme und der Absturz verstärkte sich dann durch im Markt liegende Stop-Loss-Marken. Aufgrund der langen Aufschwungphase am Aktienmarkt hatten sich viele Investoren mit diesen Stop-Loss-Marken abgesichert. Das sind aber alles Verkaufs-Aufträge, die plötzlich ohne Limit aktiviert werden können. Genau das ist gestern passiert. Daher die heftige Reaktion.

    Fundamentale Gründe für den Absturz sehe ich nicht. Daher gibt es aus meiner Sicht für Aktionäre auch keinen Grund zur Sorge! Das Kursgewitter wird sich bald auflösen.

    Stop-Loss-Marken als Absicherungsstrategie

    Nachdem wir uns gestern der Absicherung mittels Put-Optionsscheinen gewidmet haben, möchte ich Ihnen heute erklären, wie es nach meiner Einschätzung mit einer Absicherung durch Stop-Loss-Marken aussieht.

    Viele (Privat-)Anleger betrachten Stop-Loss-Marken als Allheilmittel. Geht es an den Börsen abwärts, schützen mich Stop-Loss-Marken vor Verlusten – so die Theorie. In der Praxis läuft es jedoch oft ganz anders. Stop-Loss-Marken sind tatsächlich viel häufiger ein Erfolgsverhinderer als ein Verlustbegrenzer.

    Warum? Ganz einfach: Sie setzen eine Stop-Loss-Marke beispielsweise bei 80 Euro. Der Kurs liegt aktuell bei 82 Euro. Es kommt – wie gestern erlebt – zu einer heftigen Korrektur und der nächste nachgefragte Kurs liegt bei 70 Euro. Dann verkaufen Sie Ihre Aktie nicht für 80 Euro (Stop-Loss-Marke), sondern für 70 Euro – ob Sie wollen oder nicht!

    Steigt der Kurs danach wieder auf 82 Euro, sind Ihnen bereits Gewinne in Höhe von gut 17% entgangen. Dieses Phänomen ist besonders häufig bei weniger liquiden Nebenwerten zu beobachten, kommt teilweise aber auch – in abgeschwächter Form – bei Blue Chips (also bei Aktien größerer Konzerne) vor. Sie sehen also: Feste Stop-Loss-Marken sind insbesondere bei Nebenwerten wenig sinnvoll.

    Fazit: Eine Absicherung durch Stop-Loss-Marken ist in hektischen Börsenphasen in den meisten Fällen nicht zielführend. Was also tun? Wenn Sie genügend Zeit mitbringen und substanz- und dividendenstarke Aktien im Depot haben, können Sie Korrekturphasen einfach aussitzen. Wird Ihre persönliche „Schmerzgrenze“ erreicht, sollten Sie prüfen, ob das Unternehmen tatsächlich Probleme hat (dann verkaufen), oder ob nur der Gesamtmarkt kurzfristig schwächelt (dann halten oder sogar nachkaufen).

  • 05.02.2018 21:30

    Depot-Absicherung: Lösung in unruhigen Börsenzeiten

    Der Abwärtstrend an den Börsen hält auch zu Beginn der neuen Handelswoche an. Die Kryptowährung Bitcoin verliert heute erneut zweistellig und ist zeitweise unter die Marke von 7.000 US-Dollar gerutscht. Zur Erinnerung: Im Dezember führte der steile Kursanstieg den Bitcoin auf fast 20.000 US-Dollar.

    Auch am Aktienmarkt setzte sich der Abwärtstrend fort – allerdings deutlich langsamer. Aber auch der deutsche Leitindex DAX hat bereits fast 1.000 Punkte seit dem Allzeithoch im Januar verloren. Das entspricht einem Gesamtminus von gut 7%.

    In solchen Marktphasen erreichen mich immer wieder Anfragen, wie man ein Depot an der Börse absichern kann. Daher heute hier im „Schlussgong“ noch einmal die Absicherungsformel.

    Die einfache Formel für Ihre Depot-Sicherheit

    Die gute Nachricht: Wenn Sie einen einfachen und wirksamen Schutz für Ihr Aktien-Depot wünschen, können Sie die „Depot-Versicherung“ innerhalb von 30 Minuten kalkulieren und die entsprechende Order Ihrer Bank mitteilen. Die Depot-Absicherung ist sehr einfach. Als Basis reicht eine kleine Formel.

    Ein Beispiel: Sie besitzen für 20.000 Euro Index-Fonds auf den DAX (oder Einzelwerte aus dem DAX). Der DAX notiert am entsprechenden Stichtag bei 10.000 Punkten. Sie suchen dann einfach über eine Börsenseite im Internet wie etwa onvista.de, finanzen.net oder boerse.de einen Put-Optionsschein auf den DAX mit dem Basispreis 10.000 und einer Laufzeit von 12 Monaten. Ein Put-Optionsschein mit dem Basispreis 10.000 erlaubt Ihnen, den DAX am Tag der Fälligkeit für 10.000 Punkte zu verkaufen (auch wenn der Index dann nur noch bei 5.000 Punkten notieren sollte).

    Die Anzahl der erforderlichen Put-Optionsscheine können Sie rechnerisch ermitteln:

    Ergebnis: Wenn Sie 200 dieser Put-Optionsscheine kaufen, haben Sie eine Art Depot-Versicherung abgeschlossen.

    Wirksamkeit der Depot-Versicherung

    Angenommen, ein Jahr nach dem Kauf der Put-Optionsscheine notiert der DAX nur noch bei 5.000 Punkten (-50%). Ihre DAX-Indexfonds wären dann nur noch 10.000 Euro wert (20.000 Euro – 50%). Gleichzeitig wäre der Wert der Put-Optionsscheine sprunghaft gestiegen. Wie beschrieben, verbrieft der ausgewählte Put-Optionsschein das Recht, dass Sie den DAX für 10.000 Punkte verkaufen dürfen. Da der DAX nur noch bei 5.000 Punkten notiert, würden Sie die Differenz zwischen 10.000 und 5.000 Punkten (multipliziert mit dem Bezugsverhältnis des Optionsscheins) kassieren.

    Die Rechnung lautet: 5.000 x 0,01 = 50 Euro je Put-Optionsschein.

    Da Sie 200 Put-Optionsscheine gekauft haben, würde Ihr Wertpapier-Depot wie folgt aussehen:

    • Position 1: Die Indexfonds auf den DAX sind noch 10.000 Euro wert
    • Position 2: Die 200 Put-Optionsscheine sind 10.000 Euro wert (200 x 50 Euro)

    Ihr Gesamt-Depot läge damit bei 20.000 Euro.

    Fazit: Während der DAX in diesem Beispiel innerhalb von 12 Monaten um 50 Prozent eingebrochen ist, hätte sich Ihr Depot-Wert nicht verändert. Sie besäßen noch immer Wertpapiere im Wert von 20.000 Euro. Praxis-Test bestanden.

    Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen: 5 bis 12% pro Jahr

    Sie kennen das von Ihren normalen Versicherungen: Einen Versicherungsschutz bekommen Sie niemals gratis. Für die Sicherheit müssen Sie zahlen. Was kostet eine solche Depot-Versicherung? Eine exakte Zahl kann ich Ihnen nicht nennen. Das hängt zum Beispiel davon ab, mit welchen Instrumenten Sie Ihr Depot schützen und wie stark die Märkte zum Zeitpunkt des Kaufs der Put-Optionsscheine schwanken. Als Faustformel gilt: Je höher die Schwankungen, desto teurer wird die Absicherung.

    Da ich einen echten Optionsschein ausgewählt habe, können wir die genauen Kosten berechnen, die angefallen wären. Nehmen wir an, der DAX ist nach dem Kauf der Optionsscheine nicht gefallen, sondern gestiegen. In diesem Fall würden die Put-Optionsscheine am Ende der Laufzeit wertlos ausgebucht, da der Indexstand über 10.000 lag.

    Die Rechnung lautet dann: 200 Put-Optionsscheine zu je 6,16 Euro (Kosten des Optionsscheins) = 1.232 Euro.

    Diese Investition, eine Art „Versicherungsprämie“, wäre dann wertlos verfallen. Bei einem Depot-Stand von 20.000 Euro und Versicherungskosten von 1.232 Euro läge die Kostenbelastung bei 6,16 Prozent. Diese Größenordnung passt zu meinen Erfahrungen. In sehr ruhigen Marktphasen können Sie Put-Optionsscheine günstiger einkaufen (aufgrund der niedrigen Volatilität), in ganz heißen Börsenphasen wird es teurer. Insgesamt müssen Sie bei dieser Absicherungsstrategie mit Kosten von etwa 5 bis 12 Prozent pro Jahr rechnen. Im Gegenzug haben Sie einen wirksamen Depot-Schutz aufgebaut und können auch in Krisenzeiten nachts ruhiger schlafen.

  • 01.02.2018 20:00

    Übernahmegeschäft brummt zum Jahresauftakt

    Gestern habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ von der geplanten Dr-Pepper-Übernahme durch die deutsche Milliardärsfamilie Reimann berichtet. Es handelt sich dabei um die größte Übernahme im noch jungen Börsenjahr 2018. Der Deal kommt inklusive der Übernahme der Schulden auf ein Gesamtvolumen von gut 23 Mrd. US-Dollar.

    Doch auch unabhängig von der Dr-Pepper-Übernahme durch die JAB-Holding der Familie Reimann brummte das Übernahme-Geschäft in den vergangenen Wochen wie selten zuvor. Genauer gesagt startete der globale M&A-Markt (M&A = Übernahmen und Fusionen) in diesem Jahr so stark wie seit dem Beginn dieses Jahrtausends nicht mehr.

    In den ersten 20 Handelstagen dieses Jahres wurden Transaktionen im Gesamtvolumen von gut 307 Mrd. US-Dollar angekündigt. Das teilte der Datendienstleister Dealogic in dieser Woche mit. Damit wird auch der Jahresbeginn des Boomjahres 2007 deutlich in den Schatten gestellt. Zu Beginn des Jahres 2007 belief sich das gesamte Transaktionsvolumen nur auf knapp 200 Mrd. US-Dollar.

    US-Unternehmen besonders gefragt

    Neun der zehn größten Übernahmen in den ersten Tagen des Jahres 2018 hatten einer Übersicht von Dealogic zufolge US-Unternehmen zum Ziel. Damit lässt sich festhalten, dass US-Unternehmen bei den Firmenjägern derzeit besonders hoch im Kurs sind.

    Folglich hatte nur einer der zehn größten Übernahme-Deals in diesem Jahr ein nicht-amerikanisches Unternehmen zum Ziel. Dabei handelt es sich um den britischen Maschinenbauer GKN. Käufer ist in diesem Fall die ebenfalls britische Beteiligungsgesellschaft Melrose.

    Welche Faktoren das Übernahmegeschäft aktuell beflügeln

    Ursächlich für den aktuellen Boom im Übernahmegeschäft sind unter anderem die großen Hoffnungen der Investoren in die amerikanische Steuerreform, die Ende des vergangenen Jahres beschlossen wurde. Darüber hinaus treibt die anziehende globale Konjunktur den Markt für Übernahmen und Fusionen an.

    Zudem befürchten einige Marktteilnehmer, dass die Finanzierungskosten in der 2. Jahreshälfte steigen könnten. Mit anderen Worten: Einige Investoren und Unternehmen machen jetzt noch Nägel mit Köpfen, da Sie befürchten, dass die Finanzierung von Übernahmen zukünftig teurer werden könnte.

    Und es geht die Sorge um, dass nach dem bereits ungewöhnlich lange andauernden M&A-Zyklus ein Ende des Booms näher rückt. Daher sind in den kommenden Wochen und Monaten noch einige weitere große Deals zu erwarten. Auch in Deutschland sollen derzeit hinter den Kulissen Gespräche über größere Transaktionen geführt werden, wie ich aus Finanzkreisen höre.

    Ich bleibe in jedem Fall für Sie am Ball und werde hier im „Schlussgong“ weiterhin über besonders große und relevante Übernahmen und Fusionen berichten und auch über die Chancen, die sich daraus für Sie als Anleger ergeben. Meine Übernahme-Favoriten wie Kion, Pfeiffer Vacuum oder auch BUWOG finden Sie übrigens regelmäßig in meinen Börsendiensten.

    Ausblick: Demnächst lesen Sie an dieser Stelle, wie und warum Sie als Anleger von Übernahmen an der Börse profitieren können.

  • 31.01.2018 20:49

    Deutsche Milliardärsfamilie kauft Dr Pepper

    Kennen Sie die deutsche Milliardärsfamilie Reimann? Nein? Kein Problem: Denn die Familie Reimann ist hierzulande längst nicht so bekannt wie andere Milliardäre wie beispielsweise SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp oder die Albrecht-Familie, die hinter dem Discount-Riesen Aldi steckt.

    Die aus der Umgebung von Mannheim und Heidelberg stammende Familie Reimann ist unter anderem Großaktionär bei Reckitt Benckiser, einem britischen Spezialisten für Reinigungs- und Haushaltsmittel. Darüber hinaus ist die Familie in der Kaffee- und Getränkebranche engagiert. Ganz aktuell hat die Reimann-Holding Dr Pepper geschluckt.

    Es handelt sich dabei um die größte Übernahme des noch jungen Börsenjahres 2018. Die Übernahme hat inklusive der übernommenen Schulden ein Volumen von gut 23 Mrd. US-Dollar. Konkret läuft die Transaktion wie folgt ab: Der zu JAB, der Holding der Familie Reimann, gehörende Kaffeespezialist Keurig kauft den auf Kaltgetränke spezialisierten US-Softdrinkriesen Dr Pepper.

    Dr.Pepper-Kauf vereinigt Kaffee und Softdrinks

    Durch den Kauf von Dr Pepper führt Familie Reimann heiß und kalt bzw. Kaffee und Softdrinks zusammen. Das durch den Zusammenschluss entstehende neue Unternehmen Keurig Dr Pepper (KDP) komme für 2017 auf einen kombinierten Umsatz von etwa 11 Mrd. US-Dollar hieß es.

    Dr Pepper setzte 2017 rund 6,7 Mrd. US-Dollar um und verdiente operativ 1,4 Mrd. US-Dollar. Keurig kam den Angaben zufolge auf einen Umsatz von 4,1 Mrd. US-Dollar und einen operativen Gewinn von 1,1 Mrd. US-Dollar.

    Keurig-Chef Bob Gamgort meint, im Interesse der Kunden zu handeln: Aus der Kombination entstehe ein Getränkeunternehmen, „das den heutigen Bedürfnissen der Verbraucher gerecht wird“ mit einer „beispiellosen Vertriebskapazität, um praktisch jeden Verbraucher überall zu erreichen“. JAB-Partner Bart Becht freut sich darauf, die Getränkeindustrie herauszufordern.

    Keurig Dr Pepper möchte bis 2021 Synergien von 600 Mio. US-Dollar auf Jahresbasis realisieren. Mit anderen Worten: Das Unternehmen sieht bis 2021 ein Einsparpotenzial von 600 Mio. US-Dollar pro Jahr.

    Weitere Details zu den Aktivitäten der Familie Reimann

    Kommen wir nun zu weiteren Details zu den Aktivitäten der Familie Reimann bzw. der JAB-Holding der Familie. Die Standbeine der JAB-Holding sind – wie schon geschrieben – das Kaffeegeschäft sowie die maßgebliche Beteiligung an dem börsennotierten Konzern Reckitt Benckiser. Darüber hinaus ist die Holding noch an dem ebenfalls börsennotierten Konzern Coty beteiligt und verfügt über ein vergleichsweise kleines Luxussegment.

    Die Holding verwaltet insgesamt knapp 80 Mrd. Euro, wovon etwa 18 Mrd. Euro von der Familie Reimann stammen. Den Rest des Geldes steuern unter anderem Staatsfonds und andere wohlhabende europäische Familien bei.

    Ausblick: Nachdem Sie heute hier im „Schlussgong“ von der größten Fusion des noch jungen Börsenjahres gelesen haben, möchte ich Ihnen morgen einen allgemeinen Einblick in die M&A-Aktivitäten (M&A = Übernahmen und Fusionen) in den ersten Wochen des Jahres 2018 geben.

  • 30.01.2018 21:05

    Kurssturz: Steinhoff kann noch immer keine Bilanz vorlegen

    Die Angst vor steigenden Zinsen drückt heute die Aktienkurse in den roten Bereich. Eine solche Korrektur ist gesund und schon lange überfällig, damit der Markt nicht überhitzt. Das Thema Zinsen ist ein passender Auslöser, da das Thema bald wieder von der Agenda verschwindet. Für eine echte Zinswende sind die Schuldenberge der Staaten viel zu groß.

    Verluste waren heute am Aktienmarkt an der Tagesordnung, doch eine Aktie wurde erneut besonders hart abgestraft. Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich Ihnen bereits über den Bilanzskandal des im MDax notierten Möbelkonzerns Steinhoff berichtet. Wenn Sie meinen Newsletter „Morriens Schlussgong“ schon länger aufmerksam verfolgen, waren Sie bereits zuvor gewarnt. Denn es gab bei Steinhoff bereits zum Zeitpunkt des Börsengangs im Jahr 2015 Anzeichen für Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung.

    Der Grund für den erneuten Kurssturz: Heute wurde bekannt, dass Steinhoff auch 4 Monate nach Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 (bis Ende September 2017) noch keine Bilanz vorlegen kann. Die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfer der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zu den „Bilanzunregelmäßigkeiten“ bei Steinhoff dauern an, erklärte das Unternehmen am heutigen Dienstag.

    In der vergangenen Woche hatte Steinhoff einen Bericht zum operativen Geschäft der mehr als 40 Tochter-Unternehmen (ein sogenanntes „Trading Update“) für Ende Februar in Aussicht gestellt. Wann die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt werden kann, ist heute noch nicht klar.

    Was jedoch klar ist, ist, dass die im MDax notierte Steinhoff-Aktie, die zeitweise sogar mal Kandidat für einen Aufstieg in den DAX war, seit Bekanntwerden des Bilanzskandals mehr als 90% an Wert eingebüßt hat.

    Bevor ich zum Schluss noch einmal zur Steinhoff-Aktie und zu meiner diesbezüglichen Einschätzung komme, möchte ich Ihnen zunächst einen kurzen Überblick über die Ereignisse bei Steinhoff geben.

    Der Absturz der Steinhoff-Aktie

    Verantwortlich für den Absturz der Steinhoff-Aktie sind Ungereimtheiten in den Büchern, der Abgang zweier Top-Manager, möglicher Insiderhandel und verschobene Jahreszahlen. Kurzum: Das Unternehmen steckt schon seit einiger Zeit in massiven Schwierigkeiten.

    Wie eingangs schon geschrieben, hatte ich Sie bereits im Jahr 2015 erstmals vor einer Investition in Steinhoff gewarnt. Anlässlich des Steinhoff-Börsengangs schrieb ich Ihnen: „Begleitet wurde der Steinhoff-Börsengang jedoch von einer unschönen Nachricht. Bei der deutschen Steinhoff-Tochter Steinhoff Europe Group Services GmbH wurden von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Oldenburg Büroräume durchsucht. Der Grund: Es steht der Verdacht der Bilanzfälschung im Raum.“

    Und weiter: „Von einem Einstieg in die Steinhoff-Aktie rate ich Ihnen aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit ab. Wenn Sie sich für die Steinhoff-Aktie interessieren, sollten Sie warten, bis die Vorwürfe geklärt sind und gegebenenfalls dann einsteigen. Aktuell wäre mir ein Einstieg zu riskant.“

    Somit hat Sie der „Schlussgong“ – wenn Sie meinem Rat gefolgt sind – davor bewahrt, viel Geld zu verlieren. Und ich kann meine Warnung heute nur wiederholen.

    Auch wenn die Steinhoff-Aktie bei einigen Zockern derzeit sehr beliebt ist, gilt: Aktuell lässt sich der „faire“ Wert der Steinhoff-Aktie nicht berechnen, da völlig unklar ist, ob und wie stark die Gewinne und die ausgewiesenen Vermögenswerte manipuliert wurden. Deshalb sollten Sie weiterhin einen Bogen um die Aktie machen.

  • 29.01.2018 21:04

    BVB: Fußball-Vereine als Wirtschaftsunternehmen

    Selbst als Nicht-Fußballfan konnten Sie die jüngsten Schlagzeilen kaum übersehen: In der Fußball-Bundeliga war an diesem Wochenende wieder einiges los. In Stuttgart musste Jung-Trainer Hannes Wolf seinen Hut nehmen, nachdem seine Mannschaft 7 der letzten 8 Pflichtspiele verloren hatte und nun immer tiefer in den Abstiegskampf gerät. Nachfolger wird Tayfun Korkut, der zuvor in Hannover, Kaiserslautern und Leverkusen an der Linie stand.

    Beim einzigen börsennotierten Bundesligisten, Borussia Dortmund, durfte Top-Stürmer Pierre Emerick Aubameyang erstmals in der Rückrunde auflaufen – zeigte dann aber eine komplett lustlose Vorstellung. Zuvor saß Aubameyang 2 Spiele am Stück auf der Tribüne. Der Grund: Erneute disziplinarische Probleme.

    Die Frage: Kann es sich ein börsennotierter Fußball-Verein erlauben, einen Spieler mit einem Marktwert von 65 Mio. Euro auf die Tribüne zu setzen und damit den Marktwert des Spielers negativ zu beeinflussen?

    Ich kann mir sogar vorstellen, dass BVB-Trainer Peter Stöger seinen Top-Stürmer am Wochenende gegen Freiburg nur aufgestellt hat, um den Marktwert des Spielers, der wohl kurz vor einem Wechsel zum englischen Erstligisten FC Arsenal London steht, nicht noch weiter zu drücken.

    Derartige Probleme hat zwar grundsätzlich jeder Fußball-Verein – doch wiegen diese bei einem börsennotierten Unternehmen sicher schwerer. Seit Saisonbeginn 2017/2018 ist die BVB-Aktie an der Börse von 8 auf 6 Euro gefallen.

    Dass aber auch nicht börsennotierte Fußball-Klubs von ihren Umsatzzahlen her große Wirtschaftsunternehmen sein können, zeigen die nachfolgenden Zahlen, die zeigen, wie stark die Branche Profifußball in den vergangenen Jahren gewachsen ist.

    Die umsatzstärksten Fußball-Klubs der Welt

    Die 20 umsatzstärksten Fußball-Vereine der Welt kamen in der Saison 2016/2017 auf einen Umsatz von insgesamt sage und schreibe 7,9 Mrd. Euro. Auf Platz 1 der Rangliste liegt Manchester United mit einem Umsatz von 676,3 Mio. Euro.

    Dahinter folgt Real Madrid mit 674,6 Mio. Euro. Platz 3 belegt der FC Barcelona mit einem Umsatz von 648,3 Mio. Euro. Dahinter folgt auf Platz 4 mit Bayern München der erste deutsche Fußball-Verein. Die Bayern kamen in der Saison 2016/2017 auf einen Umsatz von 587,8 Mio. Euro.

    Auf den Rängen 5 und 6 liegen Manchester City und Arsenal London mit 527,7 und 487,6 Mio. Euro. Dahinter folgen Paris Saint-Germain mit 486,2 Mio. Euro und der FC Chelsea London mit einem Umsatz von 428,0 Mio. Euro.

    Die Plätze 9 und 10 belegen der FC Liverpool mit einem Umsatz von 424,2 Mio. Euro und Juventus Turin mit 405,7 Mio. Euro. Der 2. Bundesligist in den Top-20 ist Borussia Dortmund mit einem Umsatz von 332,6 Mio. Euro. Der 3. deutsche Verein in dieser Rangliste ist der BVB-Erzrivale Schalke 04 mit einem Jahresumsatz von 230,2 Mio. Euro.

    Ansonsten befinden sich auf den Plätzen 11 bis 20 noch 5 Vereine aus der englischen Premier League, 2 Vereine aus Italien und 1 Verein aus Spanien. Die Tatsache, dass sich unter den 20 umsatzstärksten Vereinen auch die erfolgreichsten Vereine der vergangenen Jahre befinden, verdeutlicht, dass Geld in gewisser Weise doch Tore schießt.

    Abschließend noch eine Empfehlung: Aus meiner Sicht gibt es bessere und vor allem berechenbarere Investments als Aktien von börsennotierten Fußball-Vereinen. Diese sind eher für Fans als für Investoren geeignet.

  • 25.01.2018 20:00

    Der besondere Fonds: Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen

    Hier im „Schlussgong“ berichte ich regelmäßig über einzelne Unternehmen und Aktien. Da ein besonderer Anlass vorliegt, möchte Ihnen heute jedoch einen sehr erfolgreichen Fonds vorstellen, mit dem Sie auf einen Schlag in mehrere Dutzend Aktien investieren können.

    Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der denjenigen unter Ihnen, die meine Börsendienste kennen, bereits geläufig sein sollte, feiert dieser Tage sein 10-jähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum eroberte der Fonds in seiner Vergleichsgruppe den ersten Platz in der Renditerangliste für die vergangenen 10 Jahre.

    Für mich Grund genug, Ihnen den Fonds heute auch hier im „Schlussgong“ etwas genauer vorzustellen. Das Anlageziel des Fonds ist ein mittel- bis langfristig hoher Wertzuwachs. Dabei steht nicht ein spezieller Vergleichsindex, sondern ein möglichst stetiger Wertzuwachs und die langfristige Vermögenserhaltung im Vordergrund. Hierzu werden Aktien überwiegend mittel- bis langfristig gehalten (die sogenannte Buy-and-Hold-Strategie).

    Zur Verwirklichung dieses Ziels investiert der Fonds vor allem in weitweit ausgewählte Nebenwerte. Der Fokus liegt hierbei auf europäischen Nebenwerteaktien mit regionalem Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum sowie wert- und dividendenstarken Aktien.

    Fondsmanager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist Frank Fischer, der einer der anerkanntesten Value- und Nebenwerte-Experten in Deutschland ist.

    Wie gut die Arbeit ist, die Fischer und sein Team leisten, zeigen auch die nachfolgenden Zahlen: Auf Sicht von 3 Jahren erwirtschaftete der eher konservative Fonds einen Vermögenszuwachs von 40,15% und auf Sicht von 5 Jahren waren es sogar 61,96%.

    So ist das Fondsvermögen investiert

    Kommen wir nun noch dazu, wie der Fonds das investierte Kapital anlegt: Derzeit sind 60,97% des Fondsvermögens in Aktien investiert, 21,73% in Anleihen und 17,20% in sonstige Vermögenswerte.

    Fondsmanager Frank Fischer hat die Aktienquote, die im vergangenen Jahr zeitweise bei 90% lag, zuletzt heruntergefahren (auch unter den historischen Durchschnittswert von rund 70%). Der Grund: Fischer erwartet eine größere Korrektur an den Märkten und möchte, wie er es sinngemäß formuliert, näher am Ausgang stehen, wenn sich das Fest schneller als von vielen erwartet seinem Ende zuneigt.

    Mit anderen Worten: Der Fonds ist derzeit eher defensiv bzw. konservativ aufgestellt. Daher ist der Fonds für Sie insbesondere dann ein hervorragendes Investment, wenn Sie etwas defensiver in das neue Börsenjahr 2018 starten wollen.

    Kommen wir nun im Detail dazu, wie und wo der Fonds derzeit investiert ist: Die 5 größten Aktienpositionen sind der Diabetes-Spezialist Novo Nordisk mit 3,88%, die Google-Mutter Alphabet (3,64%), der Handelskonzern Metro (3,62%), die Software AG (2,96%) und der KFZ-Waschanlagenbauer Washtec (2,97%).

    Die Länder- und Branchenverteilung innerhalb des Fonds sieht wie folgt aus: Mit einem Anteil von 41,53% dominiert Deutschland. Dahinter folgen die USA (18,63%), Großbritannien (11,28%), Dänemark (6,32%) und Luxemburg (5,04%). 17,20% des Fondsvermögens entfallen auf sonstige Länder.

    Bei den Branchen führt die Internet-Branche mit einem Anteil von 16,51%. Dahinter folgen Dienstleistungen und Software mit 7,06% und 7,04%. Auf den weiteren Plätzen liegen die Branchen Arzneimittel und Nahrungsmittel mit 6,32% und 5,89%. 57,18% des Fondsvermögens sind in anderen Branchen investiert.

    Wenn Sie sich für diesen Fonds interessieren, empfehle ich Ihnen, den Fonds spesengünstig direkt über die Börse zu kaufen. So sparen Sie sich den Ausgabeaufschlag.